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29/08/2018 15:12 CEST | Aktualisiert 29/08/2018 15:40 CEST

Chemnitz-Haftbefehl: Staatsanwaltschaft ordnet Schutz der Betroffenen an

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Wolfgang Rattay / Reuters
Chemnitz: Eine Frau legt eine Kerze am Tatort nieder.

 Nach der Tötung eines 35-jährigen Deutschen in Chemnitz haben Rechtsradikale den Haftbefehl gegen einen tatverdächtigen Iraker im Internet veröffentlicht. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt, wie das Dokument in die Hände der Rechten geraten konnte.

► Die Staatsanwaltschaft Chemnitz teilte der HuffPost derweil mit, dass zusätzliche Schutzmaßnahmen für das Umfeld der auf dem Haftbefehl namentlich erwähnten Personen eingeleitet werden. Wie groß dieser Personenkreis ist, konnte Sprecherin Ingrid Burghart auf Nachfrage nicht beziffern. 

► Neben den beiden Tatverdächtigen aus dem Irak und Syrien war auf dem Haftbefehl auch der volle Name des Opfers zu lesen – zudem die Adresse des irakischen Verdächtigen, der Name von Zeugen und der Richterin.

► Die Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft.

Was die Staatsanwaltschaft noch bekanntgab:

Die Tötung von Daniel H. ist in Chemnitz zu einem Politikum geworden. Rechte und Rechtsextreme verbreiten im Internet viele Gerüchte über die Tat.  

► Burghart bestritt in der “Freien Presse” das Gerücht, dass es einen sexuellen Hintergrund für die Tat gegeben habe. Der Messerattacke ging nach aktuellem Ermittlungsstand wohl ein Streit um Zigaretten “oder eine EC-Karte” voraus.

(jg)