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30/08/2018 16:13 CEST | Aktualisiert 30/08/2018 16:22 CEST

Chemnitz: Das sagen die Mitbewohner der Tatverdächtigen im Fall Daniel H.

"Es traut sich keiner mehr heraus."

  • Seit Montagabend sind die mutmaßlichen Totschläger des 35-jährigen Daniel H. bekannt. 
  • Reporter besuchten die Mitbewohner der Tatverdächtigen.
  • Im Video oben seht ihr, was Anwohner und Mitbewohner zu sagen hatten.

Chemnitz kommt nicht zur Ruhe: Seit dem Tod des 35-jährigen Daniel H. kam es am Sonntag und Montag zu Protesten und Krawallen

Gegen einen Syrer und einen Iraker wurde am Montag Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Totschlags erlassen. Derzeit befinden sie sich in Untersuchungshaft. 

► Kurzzeitig kursierte der schriftliche Haftbefehl gegen den Iraker im Internet. So wurde auch seine Anschrift der Öffentlichkeit bekanntgegeben. 

Der Iraker soll laut Informationen der “Bild”-Zeitung mehrfach vorbestraft sein. Grund war unter anderem schwere Körperverletzung.

Tatverdächtiger sei “sehr guter Mann”

Reporter des “Sat-1 Morgenmagazins” suchten die Adresse des Beschuldigten auf und ließen sich von den Mitbewohnern des Irakers die Wohnung zeigen. 

Einer seiner Mitbewohner bezeichnete den mutmaßlichen Totschläger im Gespräch als “sehr guten Mann”. Allerdings wisse er nicht, was dieser am Sonntag gemacht habe.

► Er würde viel arbeiten und man würde ihn wenig zu Gesicht bekommen. 

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Anwohner in Chemnitz bezeichnen Stadt als “menschenleer”

Auch viele Anwohner hätten den Iraker als freundlich wahrgenommen. Er hätte immer nett gegrüßt, erklärten viele dem Sender.

Die Stimmung in der Stadt hingegen beschrieben viele als furchteinflößend. Eine Anwohnerin erzählte: “Es traut sich keiner mehr heraus. Die Stadt ist menschenleer.”

Was die Mitbewohner und Anwohner noch zu sagen hatten, seht ihr oben im Video. 

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(chr)