POLITIK
09/12/2018 08:15 CET | Aktualisiert 09/12/2018 11:22 CET

CDU-Politiker nennt neuen Generalsekretär Paul Ziemiak "Griff ins Klo von AKK"

Top-News To Go.

► Der Bundesschatzmeister der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT, Hermann Hesse, hat die Wahl von Paul Ziemiak zum neuen CDU-Generalsekretär als ersten „Griff ins Klo von AKK“ bezeichnet. Die MIT warb im Vorfeld für Friedrich Merz als CDU-Chef.

Was er genau sagte, seht ihr im Video oben. 

► Auf Facebook schrieb Hesse: “Bei einem Ergebnis 503 von 1001 Delegierten würde ich mir ernsthafte Gedanken über meinen Rückhalt in der Partei machen. Das war dann der erste Griff ins Klo von AKK.“ 

► Darüber berichtet die “Bild am Sonntag”. Weiter schrieb Hesse: „Unglaublich, wie man jemanden zum General vorschlagen kann, der noch nie mit bodenständiger Arbeit Geld verdient hat, der keinen vernünftigen Abschluss vorweisen kann und das reale Leben nur aus der Politikbrille kennt.” 

Was ihr sonst noch über Ziemiaks Wahl als CDU-Generalsekretär wissen müsst:

Einen Tag nach ihrer Wahl zur neuen CDU-Vorsitzenden hatte AKK mit Ziemiak ihre erste Personalentscheidung getroffen. Der 33-jährige ist Chef der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union.

Doch nur knapp 63 Prozent der Delegierten gaben dem Sauerländer ihre Stimme. Das verhältnismäßig schlechte Ergebnis könnte als Zeichen gewertet werden, dass die Partei nach dem intensiven Wettbewerb um den Parteivorsitz noch geraume Zeit braucht, um Gräben zu schließen. 

Wie es zur Wahl von Ziemiak kam:

► Nach eigenen Angaben hatte AKK Ziemiak bereits früh gefragt, ob er unter ihr Generalsekretär werden wolle. Aus Loyalität zu den anderen beiden Bewerbern, die wie Ziemiak aus NRW kommen, habe er aber zunächst abgesagt.

► “Am Rande der Tanzfläche” des Delegiertenabends habe sie ihn am Freitag aber noch einmal angesprochen und dann auch überzeugt. Nach einem Bericht der “Rheinischen Post” sollen die beiden auch mit dem NRW-CDU-Vorsitzenden Armin Laschet darüber gesprochen habe.