POLITIK
10/03/2019 08:41 CET | Aktualisiert 10/03/2019 11:41 CET

CDU-Länderchefs reagieren wütend auf SPD-Aussagen zur Kanzlerinnenfrage

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NurPhoto via Getty Images
Wird AKK Merkels Nachfolgerin? Oder läuft die SPD dann "Amok"?

► Mehrere SPD-Politiker haben ausgeschlossen, bei einem vorzeitigen Rückzug von Kanzlerin Angela Merkel die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ins Kanzleramt zu wählen. Führende Unionspolitiker reagieren verärgert.

► Das Verhalten führender Sozialdemokraten sei “unverständlich, unverantwortlich und koalitionsschädigend”, sagte der saarländische Regierungschef Tobias Hans den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag).

► Schleswig-Holsteins CDU-Ministerpräsident Daniel Günther sagte der Funke Mediengruppe: “Ich kenne in Union und SPD niemanden, der über so ein Szenario ernsthaft nachdenkt.”

► Der hessische Regierungschef Volker Bouffier sprach von einer ”überflüssigen Diskussion”.

Der Hintergrund der GroKo-Debatte

Der “Spiegel” hatte am Freitag über die Gedankenspiele einiger Koalitionspolitiker berichtet, ob ein Ende der Koalition zur Halbzeit der Legislatur angebracht sei. Eine Revisionsklausel im Koalitionsvertrag würde das ermöglichen. 

Mehrere SPD-Politiker hatten für den Fall eines vorzeitigen Rückzugs von Bundeskanzlerin Merkel ausgeschlossen, dass ihre Partei CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen Kanzlerin wählen könnte.

Der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, machte deutlich, dass ein Rücktritt Merkels aus seiner Sicht eine Neuwahl des Bundestags nach sich zöge: “Das wird niemand in der SPD mitmachen, allein wir Seeheimer würden Amok laufen”; sagte er dem “Spiegel”.