POLITIK
19/02/2018 06:16 CET | Aktualisiert 19/02/2018 07:20 CET

Bundeswehr fehlen für Nato-Einsatz Schutzwesten und Zelte

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POOL New / Reuters
Von der Leyen: Auch für sie ist es ein peinliches Zeugnis.

Die Bundeswehr ist schlechter ausgerüstet als bislang bekannt. Es droht die Einsatzunfähigkeit.

Das ist passiert: 

► Die “Rheinischer Post” veröffentlichte am Montag ein Papier des Heereskommando.

► Daraus geht hervor: Für den Einsatz der Bundeswehr 2019 bei der schnellen Eingreiftruppe der Nato fehlen der Truppe nicht nur Panzer, sondern auch Schutzwesten, Winterbekleidung und Zelte

► Derartige Versorgungslücken, zumal bei wichtigen Nato-Vorhaben, “können und werden wir nicht akzeptieren”, sagte SPD-Verteidigungsexperte Fritz Felgentreu der “RP”.

Darum ist es wichtig:

Ab Anfang 2019 soll die Bundeswehr die Führung über die schnelle Eingreiftruppe der Nato in Osteuropa übernehmenOffenbar fehlt der Truppe dafür aber schlichtweg die Ausrüstung. 

Von einem Skandal gegenüber den Soldaten und einem beschämenden Vorgang gegenüber den Bündnispartnern sprach FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. “Dass selbst die Basisausrüstung wie Schutzwesten und Winterbekleidung fehlt, zeigt, in welchem erbärmlichen Zustand die Bundeswehr inzwischen runtergespart wurde”, erklärte sie.

Was ihr noch wissen müsst:

Im GroKo-Koalitionsvertrag haben Union und SPD sich dazu verpflichtet, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Jedoch findet das Nato-Ziel, 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung aufzubringen, im Koalitionspapier keine Erwähnung.