POLITIK
14/09/2018 12:11 CEST

Schäuble fordert neue Flüchtlingspolitik: Weniger Migration, mehr Hilfe vor Ort

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Thomas Koehler via Getty Images
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

► Der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat eine Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik gefordert.

“In der Afrikapolitik und der Bekämpfung der Fluchtursachen muss und kann einiges getan werden”, sagte Schäuble im Interview mit dem “Handelsblatt”.

► Der CDU-Politiker sagte, er vertrete dabei die gleiche Sichtweise wie der britische Wirtschaftswissenschaftler Paul Collie: “Er zeigt auf, dass es gar keinen Sinn macht, die afrikanischen Migranten in Europa aufzunehmen.”

Was Schäuble in der Flüchtlingspolitik ändern will: 

Im Interview mit dem “Handelsblatt” beschreibt Schäuble, wie seiner Meinung nach die Flüchtlingspolitik umgestaltet werden sollte – und zwar “schnell, effizient, flexibel und pragmatisch gemeinsam” innerhalb Europas:

► Kurzfristig solle zwar den Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, geholfen werden.

► Diesen Menschen müsse zugleich aber deutlich gemacht werden, “dass das nicht der Weg nach Europa ist”.

► Schäuble glaubt: “Wer erkennt, dass er keine Chance mehr hat, nach Europa einreisen zu dürfen, wird auch das Risiko des eigenen Todes dafür nicht mehr in Kauf nehmen wollen.”

► Zugleich fordert Schäuble, mehr Geld vor Ort zu investieren. “Jeder in Afrika investierte Euro bringt ein Vielfaches dessen ein, was wir hierzulande für Flüchtlinge ausgeben”, sagte der CDU-Politiker. 

(jg)