POLITIK
08/07/2018 21:00 CEST | Aktualisiert 08/07/2018 21:01 CEST

Brexit-Alleingang: Seehofer wird von der Bundesregierung zurückgepfiffen

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Axel Schmidt / Reuters
Bundesinnenminister Horst Seehofer sorgt wegen seinen Alleingängen für Ärger in der Bundesregierung.

Horst Seehofers Alleingang beim Brexit hat Folgen: Die Bundesregierung hat sich in einem Schreiben an die EU-Kommission deutlich vom Bundesinnenminister distanziert.

► Der hatte in einem Brief an die Kommission gefordert, dass diese ihren Kurs in den Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien weniger hart gestalten soll. 

Wie die “Süddeutsche Zeitung” nun berichtet, habe die Bundesregierung der EU-Kommission mitgeteilt, dass Seehofer nicht die Position des Europäischen Rates einschließlich Deutschlands vertrete. 

Darum ist die Maßnahme gegen Seehofer wichtig: 

Das sich die Bundesregierung gegenüber der EU von einem ihrer Minister distanziert, ist ein ungewöhnlicher Schritt. 

Er zeigt, wie verärgert die Regierung über den Alleingang Seehofers ist. Nach dem Ärger im Asylstreit war dieser bereits der zweite Affront des CSU-Chefs gegen die Bundeskanzlerin Angela Merkel. 

Im Schreiben an die EU-Kommission heißt es, dass die Bundesregierung selbstverständlich am gemeinsamen Verhandlungskurs gegenüber Großbritannien festhalte.