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17/04/2018 14:22 CEST | Aktualisiert 18/04/2018 08:50 CEST

Sagten zwei Bücher den Untergang der Titanic voraus?

“Ich weiß, worüber ich schreibe, das ist alles.”

  • Die Titanic sank am 15. April 1912 
  • Jahre zuvor erschienen zwei Bücher, deren Inhalte erschreckende Parallelen zeigten
  • Im Video oben: Experten finden neue Hinweise – nicht allein der Eisberg führte zum Untergang der Titanic

Die Titanic – das Schiff, von dem es hieß, es sei “unsinkbar” – ist in der Nacht zum 15. April 1912 im Atlantischen Ozean gesunken. Bei dem Unglück starben mehr als 1.500 Menschen.

Und selbst wenn das Unglück bereits über 100 Jahre her ist: Die Geschichte fesselt die Menschen nach wie vor.

Wie das amerikanische Portal “Business Insider” berichtet, sind Jahre vor dem Titanic-Untergang zwei Bücher mit fiktionalen Geschichten erschienen. Die Erzählungen hatten erstaunliche Parallelen zur Geschichte des Luxus-Schiffes.

Zugegebenermaßen waren die transatlantischen Ozeandampfer im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in vielen Romanen ein wichtiges Thema, weil sie eine noch recht neue Erfindung waren. Doch einige Details aus den Büchern lassen dennoch aufhorchen.

Die beiden Bücher haben erstaunliche Parallelen

Das erste Buch stammte von dem Journalisten und Schriftsteller W.T. Stead. Seine fiktionale Geschichte “How the Mail Steamer Went Down in Mid Atlantic, by a Survivor” aus dem Jahr 1886, die in der englischen Tageszeitung “The Pall Mall Gazette” abgedruckt wurde, erzählte die Geschichte eines unbekannten Schiffes, welches nach einer Kollision mit einem anderen Schiff im Atlantik versank.

Im Buch hatte der Protagonist, Matrose Thompson, die Angst, dass die Rettungsboote nicht für alle Menschen an Bord reichen könnten.

Auch die Titanic hatte gemessen an der Passagierzahl viel zu wenige Rettungsboote an Bord.

Mehr zum Thema:  Der Brief eines Titanic-Crewmitglieds ist aufgetaucht - und enthüllt neue Details über die letzten Minuten an Bord

Es gibt noch weitere Parallelen zwischen Buch und Film: Im fiktionalen Buch heißt es, dass bei der Rettung der Menschen Frauen und Kinder Priorität hatten. Doch in dem Chaos wurden die Rettungsboote kaum besetzt gewesen – nur knapp 200 Passagiere und Bedienstete von den 700 Menschen an Bord überlebten den Untergang.

Thompson, der Matrose in dem Buch, überlebte nur, weil ein Rettungsboot zurückkam und den Mann aus dem Wasser zog. 

Die Parallelen sind auffallend.

► Der Schriftsteller und Journalist W.T. Stead ging Berichten zufolge 26 Jahre nach dem Erscheinen seines Buchs an Bord der Titanic – und kam beim Unglück ums Leben.

Schriftsteller wurde nach dem Untergang der Titanic als Hellseher bezeichnet

Das zweite Buch, das erstaunliche Parallelen aufwies, ist “The Wreck of the Titan: Or, Futility” des Schriftstellers Morgan Robertson aus dem Jahr 1898. 

In dieser ebenfalls erfundenen Geschichte geht es um das Schiff Titan, welches mit einem Eisberg im Nordatlantik kollidiert und sinkt. Bemerkenswert: Genau wie die Titanic wird auch die Titan als das größte Schiff der Welt bezeichnet.

In der fiktionalen Geschichte stimmten nicht nur die Größe und die Länge des Schiffes mit der Titanic fast überein – auch die Geschwindigkeit, mit welcher die beiden Schiffe mit dem Eisberg kollidierten, war beinahe dieselbe.

► Nach dem Untergang der Titanic im Jahr 1914 hieß es aufgrund der Parallelen, Schriftsteller Robertson sei ein Hellseher. Dieser sagte aus, dass er einfach über maritime Abläufe Bescheid wisse: “Ich weiß, worüber ich schreibe, das ist alles.”

Omikron Omikron via Getty Images
Die Titanic galt als unsinkbar – und sank dennoch im Jahr 1912.