LIFE
06/08/2018 20:56 CEST | Aktualisiert 06/08/2018 21:17 CEST

Henna-Tattoo im Sommer-Urlaub: Ärzte warnen vor schweren Verletzungen

Finger weg von schwarzen Henna-Tattoos.

  • Henna-Tattoos sind eine beliebte  Urlaubserinnerung.
  • Für zwei Jungs wurde die vermeintlich harmlose Hautverzierung jedoch zum Alptraum.
  • Im Video oben seht ihr, wie gefährlich schwarze Henna-Tattoos sein können.

Viele lassen sich im Urlaub ein Henna-Tattoo auf die Haut pinseln. Es sieht schön aus und ist in den meisten Fällen nach ein paar Tagen wieder verschwunden.

Für die beiden Söhne der Britin Toni Feeney wurde die vermeintlich harmlose Körperverzierung jedoch zu einem schmerzhaften Alptraum.
Im Urlaub in Marokko bekamen Feeneys Söhne jeweils ein Henna-Tattoo – ein Spinnennetz und einen Drachen.

Der Farbstoff kann gefährliche Verbrennungen und Narben verursachen

Bei dem Farbstoff handelte es sich um schwarzes Henna – eine Chemikalie, die gefährliche Verbrennungen und in einigen Fällen dauerhafte Narbenbildung verursachen kann.

Feeney wusste das nicht. Und so erlitten ihre beiden Söhne eine allergische Reaktion auf den Farbstoff.

► Die Folge: Schwere Verbrennungen und Narben auf der Haut.

Auf Facebook veröffentlichte sie Fotos davon, um andere Eltern darauf aufmerksam zu machen. “Das kann schwarzes Henna deiner Haut antun! Im Urlaub lassen wir unsere Kinder damit bemalen, ohne zu wissen, wie gefährlich es wirklich ist”, schreibt die Britin. “Sie haben chemische Verbrennungen und sind auf Antibiotika angewiesen.”

Ärzte empfehlen, die Finger von schwarzem Henna zu lassen 

Auch Mediziner warnen vor der scheinbar harmlosen Urlaubserinnerung. “Wenn Ihnen Henna-Tattoos angeboten werden, sollten Sie ablehnen”, schreibt der britische Gesundheitsdienst NHS auf seiner Webseite.

Dr. Chris Flower, Generaldirektor der britischen Kosmetik-Vereinigung, erklärt gegenüber der britischen Nachrichtenseite “Independent”: “Schwarzes Henna enthält oft PPD (P-Phenylendiamin, Anm.) in hohen Konzentrationen, um schnell eine dunkle Farbe zu erzielen. Eigentlich wird PPD in permanenten Haarfärbemitteln verwendet, wo klare Anweisungen herrschen und in denen die maximale Dosis gesetzlich geregelt ist.”

Weiter sagt Flower: “Wenn PPD auf die Haut in Form eines temporären schwarzen Henna-Tattoos aufgetragen wird, kann es chemische Verbrennungen verursachen und zu allergischen Reaktionen führen.”

Die Reaktionen können von Kribbeln und Schwellungen bis hin zu Blasenbildung der Haut reichen. Es sei ratsam, sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn eine solche Reaktion auftritt.

Noch einen wichtigen Rat hat der Arzt parat. Bei “echtem Henna” müsse man sich keine Sorgen machen: “Echtes Henna ist niemals schwarz, sondern ist orange-braun.”

(ll)