LIFE
08/08/2018 18:22 CEST | Aktualisiert 08/08/2018 18:30 CEST

"British Airways" kündigt 26-jährigen Briten – wegen seiner Frisur

Der Mann fühlt sich diskriminiert.

Hannah Mckay / Reuters
British Airways sorgt für Aufsehen (Symbolbild).
  • “British Airways” hat einen 26-jährigen Briten gekündigt. Seine Frisur habe gegen die Richtlinien der Fluglinie verstoßen.
  • Der Mann will die Airline jetzt verklagen.

Sid Ouard aus London hat eine Frisur, die momentan im Trend ist. Sein Arbeitgeber, die Fluggesellschaft “British Airways”, war trotzdem mit seinen Haaren nicht zufrieden – und feuerte den Mann kurzerhand. 

Ouard trägt einen sogenannten “Man Bun”. Die Haare sind dabei zu einem Dutt zusammengebunden. Er verstoße damit gegen die Richtlinien der Airline, sagt der 26-Jährige der britischen Boulevardzeitung “The Sun”. 

Die Vorgesetzten stellten den Briten vor die Wahl

Sid Ouard fühlt sich diskriminiert. Er arbeitete beim Kundenservice der britischen Airline am Londoner Flughafen Heathrow und befand sich noch in seiner zweiwöchigen Probephase. Sogar die Mitarbeiter hätten ihn wegen seines Dutts gehänselt, sagt er. 

Bis zu seinem letzten Arbeitstag habe sein Vorgesetzter jedoch kein Wort über seine Haare verloren, berichtet die Zeitung.

Als letzten Ausweg hätten die Vorgesetzten Ouard einen absurden Vorschlag gemacht. “Sie sagten, ich sollte meine Haare entweder abschneiden, in einen Turban wickeln oder sie als Dreadlocks tragen”, sagte er.

Der 26-Jährige sei auf keinen dieser Vorschläge eingegangen. Er lasse sich nicht zu etwas zwingen, was er nicht möchte. 

Frauen dürfen Dutt tragen, Männer nicht

Zum Abschluss verrieten die Chefs Ouared angeblich, dass es nur bei Frauen in Ordnung sei, sich die Haare zu einem Dutt zusammenzubinden. Bei Männern sind die Regeln offenbar anders. 

Ouared will die Airline jetzt verklagen. 

“Die Tatsache, dass sie mich als Mann mit langen Haaren entlassen haben, ist lächerlich und sexistisch. Sie haben mich diskriminiert.”

Der britischen Nachrichtenseite “The Independentverriet ein Sprecher der Airline, dass sie Angelegenheiten, die Mitarbeiter betreffen, nicht kommentieren. 

“British Airways verfolgt das Auftreten des Personals streng. Bei Männern sind nur Pferdeschwänze erlaubt, um Dreadlocks zu bändigen.”

Auch Stoppeln und eine orangene Hautfarbe seien nicht erlaubt. Ouared hat also offensichtlich gegen diese strengen Regeln verstoßen und musste gehen.

(ll)