POLITIK
15/01/2019 20:09 CET

Brexit: May und Corbyn liefern sich ein hartes Wortgefecht

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Theresa May im Unterhaus. 

Showdown im britischen Unterhaus: Vor der entscheidenden Abstimmung über den Brexit-Deal von Theresa May haben sich die Premierministerin und der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, ein hartes Wortgefecht geliefert. 

Corbyn kritisierte den Austrittsvertrag hart, forderte die Abgeordneten aber zugleich auch auf: “Es reicht nicht, gegen den Deal zu stimmen und gegen No Deal zu sein. Wir müssen auch für etwas sein.” Er forderte Neuwahlen – und weitere Verhandlungen mit der Europäischen Union. 

May fuhr ihrerseits eine harte Attacke gegen den Labour-Chef: “Die Frage ist: Was ist seine Position? Weil er es in seiner Verantwortung versäumt hat, eine glaubwürdige Alternative zur Regierung zu bieten.”

Was ihr über den Brexit-Showdown wissen müsst: 

Die britische Premierministerin May hat kaum Aussichten, ihr Brexit-Abkommen bei der Abstimmung am Abend durchs Parlament zu bringen. Die Frage ist, wie schlimm ihre Niederlage ausfallen wird. 

May wird möglicherweise nach einer Niederlage versuchen, Brüssel noch Zugeständnisse abzuringen, um dann ein zweites Mal über den Deal abstimmen zu lassen.

Corbyn rechnet sich mit Neuwahlen Chancen auf das Amt des Premierministers aus. Der euroskeptische Politiker ist für eine engere Bindung Großbritanniens an die EU nach dem Brexit. 

Die politischen Folgen einer Niederlage Mays sind schwer abzusehen. Es könnte auch Neuwahlen oder ein zweites Referendum geben, sollte sich dafür eine Mehrheit im Unterhaus finden. 

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