POLITIK
13/09/2018 15:39 CEST | Aktualisiert 13/09/2018 17:13 CEST

"Politischer Skandal" beim BR? Warum der Sender die Linke nicht mitdiskutieren ließ

Top-News To Go.

Screenshot / BR
Die Vertreter von insgesamt sechs Parteien (v.l.n.r.: Grüne, Freie Wähler, SPD, CSU, FDP und AfD) diskutierten am Mittwochabend im Bayerischen Rundfunk – die Linkspartei durfte nicht mitmachen.

► Am Mittwochabend hat die “Wahlarena” des Bayerischen Rundfunks (BR) zur bevorstehenden Landtagswahl ohne einen Vertreter der Linkspartei stattgefunden. Aus Sicht des Linken-Abgeordneten Niema Movassat ist das “ein politischer Skandal”.

► Obwohl die Linke und die FDP laut dem aktuellen “Bayerntrend” jeweils auf fünf Prozent kommen, wurde nur der liberale Spitzenkandidat Martin Hagen zur Sendung eingeladen, kritisiert Movassat. Die Nicht-Einladung der Linkspartei sei “offensichtlich rechtswidrig”.

“Nur Parteien, die dabei im Jahresschnitt über fünf Prozent lagen, haben eine Einladung bekommen, alle anderen nicht”, begründete der Sender auf HuffPost-Anfrage die Entscheidung. Tatsächlich lag die Linke in der Vergangenheit in Umfragen in Bayern nur zwischen drei und vier Prozent.

So will der Bayerische Rundfunk künftig mit der Linkspartei umgehen:

Womöglich wird die Linkspartei bei den nächsten Diskussionsrunden zur bayerischen Landtagswahl mit beteiligt.

“Der BR wird in den kommenden Tagen entscheiden – auch auf der Grundlage der gestern veröffentlichten infratest-dimap-Umfrage (dem “Bayerntrend”, Anm. d. Red.)wie er die komplexe politische Situation adäquat programmlich abbildet”, erklärte eine Sprecherin.