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24/06/2018 23:11 CEST | Aktualisiert 24/06/2018 23:11 CEST

Bitcoins durch Smart Mining schürfen?

Schneller Bitcoins schürfen über Altcoins, Fotolia ©snapgalleria

„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ Berthold Brecht, Dreigroschenoper.

Digitale Kryptowährungen wie Bitcoins sind umstritten. Denn keine Zentralbank kontrolliert das virtuelle Geld, Finanzbehörden erfahren nur selten von den Transaktionen. Das hat Bitcoins in Verruf gebracht: die anonyme Kryptowährung würde für krumme Geschäfte im Danknet genutzt. - Möglich, allerdings wird der weitaus größere Teil an Schwarzgeldern und illegalen Deals traditionell mit Dollars und Euros beglichen, - Finanzaufsicht hin oder her. Auf 9.000 Milliarden $ oder 9 Billionen US-Dollar werden alleine private Schwarzgelder in Steueroasen geschätzt, mit unversteuerten Unternehmensgewinnen sind es etwa 25-30 Bio. $. Zum Vergleich: Anfang Juni 2018 waren legale Bitcoins im Gesamtwert von lediglich 127,2 Mrd. $ auf dem Weltmarkt.

Bitcoin: anonyme Kryptowährung mit enormen Wertzuwachs

Freunde der Kryptowährung schätzen nicht nur die Anonymität und freuen sich, dass keine Bank an ihren Überweisungen verdient. Vor allem hat die spektakuläre Wertsteigerung des Bitcoins in den vergangenen fünf Jahren dafür gesorgt, dass sich auch konservative Investoren für die virtuelle Währung interessieren. In Zeiten von Null- und Negativzinsen lässt der Wertzuwachs des Bitcoins 2013-18 von 6.000 % nicht nur Kleinanleger träumen.

Spekulative Währung auf hohem Preisniveau

Das allerdings hat einen Run auf den Bitcoin ausgelöst, der ihn heute nicht mehr zum Schnäppchen für risikofreudige Nerds macht. Ein Bitcoin kostet derzeit etwa 6.500 Euro, die Kursschwankungen sind deutlich größer als bei traditionellen Währungen. Wer in Bitcoins investiert, muss risikofreundlich sein. Die Portokasse genügt für Spekulationsgeschäfte jedoch nicht mehr.

Bitcoin schürfen als günstige Alternative

Allerdings gibt es neben Tauschportalen und Handel nach wie vor den günstigeren Weg, an die Kryptowährung zu gelangen: das Mining. Um das Schürfen neuer Bitcoins zu verstehen, muss man die Funktionsweise digitaler Währungen grob begreifen. Im Gegensatz zu traditionellem Fiat-Geld (fidere, lat.: vertrauen) wie Dollar oder Euro garantiert keine Zentralbank den Wert einer Kryptowährung. Stattdessen sind tausende Bitcoin-Nutzer mit einer Software online und verfolgen die anonymen Bitcoin-Transaktionen.

Kryptowährungen ersetzen Vertrauen durch Dokumentation

Mit ihrer Wallet verfügen die Clients über ein virtuelles Portemonnaie, mit komplizierten Algorithmen dokumentieren sie die Transaktionen im Netz. Denn jede Transaktion hinterlässt eine digitale Signatur. Sie sind quasi Zeugen dafür, dass Person A an Person B einen Bitcoin-Betrag transferiert hat. Sie bestätigen, dass dieser Betrag B nun für ein Geschäft mit Person C zur Verfügung steht. Nicht das Gold von Fort Knox steht hinter dieser Währung, sondern reale Zeugen, die anonym und dezentral deren Existenz und ihren Wert bestätigen.

Beim Mining werden Dienst- und Rechnerleistung honoriert

In regelmäßigen Zeitabständen werden die in Listen dokumentierten Krypto-Transaktionen von den Minern gehasht, also von der Software in Blöcke verschlüsselt und mit der Blockchain verknüpft. Die Blockchain ist quasi das Journal oder die gemeinsame Datenbank, in der alle Bitcoin-Transaktionen aufgezeichnet werden. Sie dokumentiert die Realität der Bitcoins und damit ihren Wert. Erst wenn mehrere Miner ein Geschäft bestätigen, wird es gültig. Für diese rechneraufwändige Verifikation werden die Miner mit neuen Bitcoin-Anteilen belohnt. Die erhalten sie zu einem Teil aus dem System und zum anderen aus Transaktionsgebühren.

Starke Konkurrenz verringert die Erträge beim Schürfen

Dieses Schürfen neuer Bitcoins wird allerdings immer weniger einträglich, je mehr Bitcoins bereits geschürft wurden und je mehr Miner sich parallel daran beteiligen. Das Netzwerkprotokoll begrenzt das Gesamt-Volumen auf maximal 21 Millionen Bitcoins, die nach und nach immer kleinteiliger gestückelt werden. Um dennoch mit dem Mining beachtliche Gewinne zu erwirtschaften, hat Hashmap Mining das Smart Mining entwickelt.

Smart Mining setzt auf unbekannte Altcoins

Neben den Bitcoins gibt es nämlich noch über 1.600 andere, weitgehend unbekannte Kryptowährungen, die meist ähnlich funktionieren. Allerdings haben nur gut 20 von ihnen eine Marktkapitalisierung von über einer Milliarde US-$. Diese Alternative Coins/Altcoins wie Ethereum, Dash, Monero oder Litecoin werden in kleineren Communitys genutzt und geschürft, sind aber konvertibel mit Bitcoins oder Fiat-Währungen. Da sich weniger Miner für Altcoins interessieren als für Bitcoins, ist die Konkurrenz beim Schürfen geringer und entsprechen sind die Erträge größer.

Höhere Erträge über Altcoin-Mining

Hashmap Mining hat sich beim Smart Mining darauf spezialisiert, dass seine Anlagen jeweils auf die aktuell günstigsten Altcoin-Algorithmen springen. Diese schürfen immer die Altcoins, die konkurrenzabhängig gerade am ertragreichsten sind und tauschen sie später in Bitcoins um. Dieses automatisierte Schürfen bietet eine größere und effizientere Auswahl, als die Konzentration anderer Anbieter auf die teuersten Coins. Kunden können bei Hashmap Mining verschiedene Leistungspakete für zwei Jahre erwerben, die je nach Algorithmen-Umfang und gebuchter Rechnerleistung zwischen 200 und 55.000 € kosten und Erträge zwischen 150 und fast 280 % versprechen.

Kryptowährungen haben Entwicklungspotential

Das Schürfen von Kryptowährungen bleibt auch über Smart Mining ein spekulatives Geschäft. Aber es ist sicher nicht anrüchiger als der traditionelle Geldmarkt. Sollte es zu größeren Einbrüchen beim Fiat-Geld kommen, schließlich sind auch Euro oder Dollar nur teilweise durch Sicherheiten gedeckt, könnte sich das Blockchain-System sogar als das wertstabilere erweisen. In jedem Fall ist es spannender, 200 € im Mining anzulegen, als auf einem Sparkassenkonto.