LIFE
20/07/2018 14:34 CEST

Bisher gab es extrem wenige Mücken – jetzt kommt die Plage doch noch

“Wir werden bald umfangreiche Mückenpopulationen haben.”

  • Wegen der Trockenheit surren in diesem Sommer sehr wenige Mücken durch die Luft.
  • Doch nun droht doch noch eine Mückenplage.

Viele Regionen Deutschlands sind diesen Sommer von Mücken weitestgehend verschont geblieben. Das liegt am lange Zeit trockenen Wetter. 

Nach Unwettern vielerorts wird sich das nun jedoch vermutlich ändern. Doreen Walter vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung bei Berlin sagt: “In der langen Trockenphase trugen viele weibliche Mücken ihre fertigen Eier in sich und suchten nach Möglichkeiten, sie abzulegen.“

Nach dem Regen konnten und können sie das nun tun.

Für die meisten Menschen ist das keine gute Nachricht

Die Entwicklung von der Eiablage bis zur stechenden Mücke dauert Walter zufolge bei 25 Grad Celsius etwa zwei Wochen. Bei anderen Mücken legen die Weibchen ihre Eier an feuchte Stellen, und der Nachwuchs entwickelt sich erst dann, wenn er überschwemmt wird. So oder so, Walter ist sicher: “Wir werden bald in vielen Regionen umfangreiche Mückenpopulationen haben.”

Für die meisten Menschen ist das vermutlich keine gute Nachricht. Für manche Tiere aber schon. Laut Walther sind Mücken eine wichtige Nahrungsquelle etwa für räuberische Insekten, Vögel und Fledermäuse, aber auch für Fische, die sich von den Larven ernähren.