LIFESTYLE
13/04/2018 13:00 CEST | Aktualisiert 13/04/2018 14:01 CEST

Das ist der wohl hässlichste Bikini – dahinter steckt eine Botschaft

Die junge Frau hat jedoch nicht vor, den Bikini in Masse zu produzieren – das sei zu aufwendig.

  • Eine junge US-Amerikanerin hat sich einen Bikini aus Froschhäuten genäht
  • Damit möchte sie Menschen inspirieren, Dinge zu verwenden, die sie ansonsten wegwerfen würden
  • Im Video oben seht ihr die Geschichte eines anderen aufsehenerregenden Bikinis

Schon als Kind ist Fabiana LeFleur auf die Jagd gegangen. Ihr Vater brachte ihr das Jagen und Fischen bei – und auch, dass sie keinen Teil eines erlegten Tiers verschwenden sollte

Heute ist LeFleur 28 Jahre alt und lebt immer noch in der Stadt Henderson im US-Bundesstaat Louisiana. Und sie nimmt sich auch immer noch den Rat ihres Vaters zu Herzen. 

Und sie nahm sich vor, den Rat ihres Vaters nicht nur auf Knochen von Wild, sondern auch auf Amphibien anzuwenden. So entstand LeFleurs Bikini-Kreation. Denn die junge Frau hat einen Bikini aus Froschhäuten angefertigt – von Fröschen, deren Fleisch sie vorher gegessen hatte.

“Eine sehr delikate Operation”

“Ich ging jagen und habe sieben Frösche gefangen”, sagt LeFleur der HuffPost. Nachdem sie das Fleisch für eine Mahlzeit entfernt hatte, nähte sie die Häute der Tiere für einen sehr auffälligen Bikini zusammen.

“Der schwierigste Teil bei der Herstellung des Bikinis war das Häuten der Frösche”, sagt die 28-Jährige. “Normalerweise würde man, um einen Frosch zu filetieren, nur einen Schnitt um den Bauch machen und die Haut abziehen, um die Beine freizulegen.”

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“Um das Ganze intakt zu halten, musste ich den Frosch von außen nach innen kehren, ohne die Haut zu zerstören – das ist also schon eine sehr delikate Operation.”

Anna LaFleur

Für LeFleur macht es keinen Unterschied, ob Froschhäute oder andere tierische Produkte für die Herstellung von Kleidung verwendet werden. 

“Der einzige Unterschied ist, dass man wirklich sehen kann, welche Tiere ich für meinen Zweiteiler verwendet habe”, sagt sie. “Ich habe die Gliedmaßen und die Köpfe nicht abgeschnitten. Ich dachte, dass das interessanter aussehen würde. Für mich ist der Prozess, wie Seide aus Würmern gewonnen wird, viel ekliger als ein paar Frösche zusammenzunähen.”

“Das würde nicht funktionieren”

Nachdem die Häute getrocknet waren, nähte LeFleur sie mit Sehnen zusammen und überzog sie anschließend mit mehreren Schichten Lack, um den Bikini wasserdicht zu machen. 

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Obwohl sie mit dem Ergebnis zufrieden sei, gebe es einige Schwierigkeiten beim Tragen, gibt LeFleur zu.

“Weil es keinen Bügel gibt, ist die Unterstützung nicht so groß, wie bei einem herkömmlichen Bikini. Würde man ihn zum Sport tragen, würde das nicht funktionieren.”

Er würde verrutschen. Und auch wenn das vielleicht vielen Männern gefallen würde, wäre es für LeFleur doch sehr unpraktisch.

Ana LaFleur

LeFleur plant also nicht, ihren Bikini häufig zu tragen. “Mein Onkel hat eine Bärenhaut in unsere Jagdhütte gehängt und meine Mutter sagt, ich soll ihn direkt daneben hängen”, sagt sie. “Ich denke, das ist ein sehr guter Platz für ihn.”

Sie hofft, dass ihr Bikini andere Menschen inspiriert, neue Wege zu finden, Materialen zu verwenden, die sie ansonsten wegwerfen würden. Sie habe allerdings keine Pläne, ihre Bikinis in Masse zu produzieren und zu verkaufen. 

“Der Prozess ist einfach nicht effizient genug, um den fertigen Bikini für einen vernünftigen Preis verkaufen zu können.”

Dieser Text erschien zuerst bei HuffPost US und wurde von Katharina Schneider aus dem Englischen übersetzt und angepasst. 

(ujo)