NACHRICHTEN
27/06/2018 18:39 CEST | Aktualisiert 27/06/2018 22:54 CEST

Bierhoff wird auf Löws Zukunft angesprochen – seine Antwort ist eindeutig

"Es ist einfach großer Frust, eine Riesenenttäuschung."

Alexander Hassenstein via Getty Images
Team-Manager Oliver Bierhoff

Trauer. Frust. Enttäuschung. Fassungslosigkeit.

Zum ersten Mal in der Geschichte ist Deutschland schon in der Vorrunde bei einer Fußball-Weltmeisterschaft ausgeschieden. Und das – man kann es nicht anders sagen – sang- und klanglos.

Ein 0:2 gegen Südkorea gab dem DfB-Team den Rest. 

Nach dem Spiel gibt sich auch Team-Manager Oliver Bierhoff ratlos. “Es ist einfach großer Frust, eine Riesenenttäuschung. Am Ende hat es nicht gereicht, das müssen wir akzeptieren.”

Mehr zum Thema: “99 Minuten Folter”: Deutschland scheidet in der WM-Vorrunde aus – alle Stimmen zum Debakel

Es habe gegen die Asiaten an Tempo, Passgenauigkeit und Ideen gefehlt, meint der ZDF-Moderator. Daraufhin versucht Bierhoff die Taktik zu erklären, ja fast zu verteidigen. Die Taktik, die so überhaupt nicht gefruchtet hat:

“Ich meine, dass es alle Mannschaften hier schwer haben, sieht man auch bei anderen Spielen.”

Weltmeisterlich klingt anders

Gerade dann, wenn eine Mannschaft nur hinten drin stehe, habe man es eben schwer, meint Bierhoff. “Aber ist sicher auch ein bisschen Kopfsache dabei.”

Die deutsche Nationalelf habe ja schließlich im Turnier auch viele Torschüsse gehabt – sie nur nicht in Tore umsetzen können.

Mehr zum Thema: ZDF-Kommentator fasst das Versagen der Nationalmannschaft zusammen

Bierhoff versucht sich an Erklärungen, es klingt aber vor allem nach Ausreden.

Er sagt weiter:

“Ich glaube, wir wollten vor allem Fehlpässe vermeiden, damit Konterchancen entstehen, wollten Korea müde spielen.”

Weltmeisterlich selbstbewusst klingt anders.

Doch eine Frage beschäftigt nach dem Ausscheiden der Deutschen jetzt wohl viele. Wie geht es weiter mit Trainer Joachim Löw? Erst kurz vor Beginn des Turniers hatte Jogi einen neuen Vertrag unterschrieben.

Auch dazu äußert Bierhoff sich:

“Das hat er sich gut überlegt, aber jetzt ist Frust und Enttäuschung und nicht der Zeitpunkt für Analysen. Aber ich gehe fest davon aus, dass er weiter macht.”

(ben)