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20/07/2018 21:24 CEST | Aktualisiert 20/07/2018 22:13 CEST

Busenprotest im Bielefelder Freibad – das steckt dahinter

”(Ober)körperliche Selbstbestimmung”, hieß die Aktion.

Jean-philippe WALLET via Getty Images
Busenprotest im Bielefelder Freibad.
  • Eine Gruppe von Frauen hat einem Freibad in Bielefeld für das Recht protestiert, sich oben ohne zu sonnen. 
  • Das rief den Sicherheitsdienst auf den Plan. 

Eine Gruppe von Frauen hat es mit einer Protestaktion in einem Bielefelder Freibad in die Schlagzeilen geschafft. Die Aktion nannte sich ”(Ober)körperliche Selbstbestimmung”, wie die “Neue Westfälische” am Freitag berichtete.

► Um was es dabei ging: Die Frauen wollten ein Zeichen dafür setzen, sich oberkörperfrei im Freibad sonnen zu dürfen. Schließlich ist das den Männern auch erlaubt. 

Also taten sie genau das. Doch die Freude über die freie Brust blieb nur kurz. “Plötzlich kam der Sicherheitsdienst und ermahnte uns”, zitiert die “NW” aus einer Pressemitteilung der Gruppe. 

Die Frauen sollten sich wieder bedecken

Das Sicherheitspersonal habe sie aufgefordert, sich zu bedecken – und verwies dabei auf die allgemeine Badeordnung der Bielefelder Bäder. “Der Aufenthalt im Nassbereich der Bäder ist nur in üblicher Badekleidung gestattet”, zitiert die “NW” daraus. 

Die Oben-Ohne-Aktion sorgte für Aufregung. Die Initiatorinnen können das jedoch nicht verstehen.

“Im Schwimmbad und an allen anderen öffentlichen Orten sollten für alle Menschen, jenseits ihrer geschlechtlichen Verortung, die gleichen Möglichkeiten in Bezug auf das Zeigen ihres Körpers gelten”, sagt eine der Frauen der Aktion der Regionalzeitung.