LIFESTYLE
25/04/2018 11:43 CEST | Aktualisiert 25/04/2018 18:25 CEST

Studie: Glück in der Beziehung hängt davon ab, wieviel der Partner verdient

Aha – das Gehalt spielt also doch eine Rolle.

  • Geld ist in vielen Beziehungen ein großes Streitthema.
  • Laut einer aktuellen US-Studie sind Beziehungen stabiler, wenn beide Partner ein ähnlich hohes Gehalt beziehen.
  • Oben im Video erfahrt ihr, mit welchem Wort ihr eure Beziehung und euer Sexleben verbessern könnt 

Wir wissen alle, dass Geld nicht gleich Glück bedeutet – aber laut einer neuen Studie spielt das Gehalt dennoch eine Rolle in einer glücklichen Beziehung.

Patrick Ishizuka, Forscher am Cornell University’s College of Human Ecology, hat herausgefunden, dass Partner, die ein ähnlich viel verdienen, eher zusammen bleiben als wenn es große Unterschiede beim Gehalt gibt.

“Offenbar fördert Gleichberechtigung die Stabilität”, schreibt er in einer Abhandlung zu seiner Studie. “Gleichberechtigung in den wirtschaftlichen Beiträgen von Männern und Frauen kann ein Paar zusammen halten.”

Wenn ein Partner mehr verdient, hat er die Oberhand

Weitere Studien zeigen, dass Gleichberechtigung in Beziehungen, besonders wenn es um Aufgaben im Haushalt geht, die Zufriedenheit fördert und die sexuelle Befriedigung steigert.

Außerdem: Wenn eine Person maßgeblich mehr verdient, als der Partner, kann das die Machtstrukturen in einer Partnerschaft beeinflussen – und das wiederum führt zu Unzufriedenheit.

“Die klassische Auffassung von Macht-Unterschieden bei Paaren ist meist so, dass die Person, die mehr Geld verdient, die Oberhand hat”, sagt Psychotherapeut Marlin Potash dem Sender “CNN”.

“Die Person, die weniger verdient, könnte letztendlich das Gefühl haben, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht von Bedeutung sind.”

Paare, die viel verdienen, heiraten eher

Laut Ishizuka kann “Gleichberechtigung die Hingabe oder Zusammenarbeit in einer Partnerschaft erhöhen, da beide Partner ähnliche wirtschaftliche Ressourcen in die Beziehung bringen.”

Für seine Studie analysierte Ishizuka Daten der US-amerikanischen Statistikbehörde über Einkommen und Verdienst von 1996 bis 2003. Diese Daten verglich er mit Daten der aktuellen Einwohnerzahlen-Umfrage, die 60.000 amerikanische Haushalte miteinschließt.

Basierend auf diesen Daten fand der Forscher auch heraus, dass Paare, die viel verdienen, eher heiraten, als andere Paare. “Die Ehe ist inzwischen den Paaren vorbehalten, die einen hohen wirtschaftlichen Standard haben”, sagt er.

Paare wollen sich erst absichern

Laut der Universitäts-Zeitung “Cornell Chronicle” bestätigt die Forschung von Ishizuka eine Theorie über Hochzeiten. Die “Wir-können-uns-eine-Hochzeit-leisten-Theorie” besagt, dass Paare eher dann eine Ehe eingehen, wenn sie ein stabiles Wohlstandslevel erreicht haben. Also, wenn ihnen möglich ist, die klassischen Ziele eines verheirateten Paars finanziell verwirklichen zu können – wie zum Beispiel ein Haus kaufen.

“Wenn Paare ein bestimmtes Gehalt und eine bestimmte Wohlstands-Schwelle erreicht haben, werden sie viel eher heiraten. Sie wollen ein Haus und ein Auto  und genug Erspartes für eine große Hochzeit – und sie wollen natürlich einen abgesicherten Job und ein regelmäßiges Gehalt.”

In Deutschland ist das durchschnittliche Alter von Frischvermählten angestiegen. Laut einer Statistik des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2015 ist das durchschnittliche Heirats-Alter bei 32,6 Jahre bei Männern und bei 30,2 Jahre bei Frauen – während es 1971 noch zwischen 23 und 25 Jahren lag.

Das unterstützt die Vermutung, dass es mittlerweile länger dauert, eine stabile Karriere und ein regelmäßiges Einkommen zu sichern. Und die Hochzeit bei vielen Paaren deshalb erst in einem Alter über 30 stattfindet. 

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der HuffPost Canada und wurde von Martina Zink aus dem Englischen übersetzt und angepasst.

(ks)