POLITIK
06/02/2019 15:15 CET | Aktualisiert 07/02/2019 10:54 CET

"Platz in der Hölle": EU-Ratschef Tusk attackiert radikale Brexit-Befürworter

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ARIS OIKONOMOU via Getty Images

► EU-Ratschef Donald Tusk hat sehr deutliche Worte für radikale Brexit-Befürworter in der britischen Politik gefunden.

► Tusk sagte am Mittwoch in Brüssel

“Ich denke manchmal darüber nach, wie der besondere Platz in der Hölle für jene aussieht, die den Brexit vorangetrieben haben, ohne auch nur eine Skizze eines Plans zu haben, ihn sicher über die Bühne zu bringen.”

► 50 Tage vor dem Brexit-Datum sei es nun oberste Pflicht, einen ungeregelten EU-Austritt zu verhindern. Er glaube immer noch, dass eine gemeinsame Lösung möglich sei. 

► “Und ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, sie zu finden,” sagte der Pole vor dem Brüssel-Besuch der britischen Regierungschefin Theresa May am Donnerstag.

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Tusk stellte allerdings klar, dass die EU keine neuen Angebote mache werde. Der im britischen Parlament Mitte Januar abgelehnte Austrittsvertrag werde nicht für Neuverhandlungen geöffnet.

“Ich hoffe, dass wir morgen von Premierministerin May eine realistische Vorstellung bekommen, wie die Blockade beendet werden kann, in der das Verfahren eines geregelten Austritts Großbritanniens aus der EU sich nach den jüngsten Abstimmungen im Unterhaus befindet”, sagte Tusk.

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Für die EU blieben die irische Grenzfrage und der Friedensprozess in Irland oberste Priorität, fügte er bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem irischen Ministerpräsidenten Leo Varadkar hinzu.

Deshalb bestehe man auf die Garantie einer offenen Grenze, den sogenannten Backstop. “Es gibt hier keinen Spielraum für Spekulationen”, betonte Tusk.

In Großbritannien mehren sich die Stimmen, die den Backstop neu verhandeln möchten.