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08/09/2018 11:49 CEST | Aktualisiert 08/09/2018 13:15 CEST

Berliner Polizei schmeißt zwei Pöbel-Männer von Helene-Fischer-Konzert

Ein Mann beleidigte die Beamten, der andere zeigte den Hitlergruß.

Isa Foltin via Getty Images
Helene Fischer ist derzeit auf Tour durch Deutschland. 
  • Beim Helene-Fischer-Konzert am Freitagabend in Berlin ist es zu Pöbeleien gekommen.
  • Die Polizei musste zwei Männer vom Gelände werfen, weil sie den Ordnungsdienst beleidigten – einer zeigte sogar den Hitlergruß.

Am Freitagabend musste die Berliner Polizei zwei Männer von einem Helene-Fischer-Konzert werfen, weil sie den Ordnungsdienst bedrängt hatten.

Wie die Polizei Berlin berichtet, forderten die Securities der Mercedes-Benz-Arena Verstärkung an.

Was während dem Konzert genau vorgefallen war, ist nicht weiter bekannt.

Klar ist aber: Als die Polizei eintraf, zeigten sich die zwei Männer im Alter von 25 und 41 Jahren weiter unnachgiebig.

Mehr zum Thema:Helene Fischer bricht live vor Zehntausenden ihr Schweigen zu Chemnitz

Ein Mann zeigte den Hitlergruß

Laut Polizei soll der 21-jährige Mann die Beamten mehrfach beleidigt haben.

Der 41-Jährige dagegen soll sich in Richtung der Polizisten gedreht, die Hacken zusammengeschlagen und den Hitlergruß gezeigt haben.

Zudem soll der Mann laut “Sieg Heil” gerufen haben.

Die Beamten nahmen die zwei Männer mit aufs Polizeirevier – gegen beide wird nun ein Strafverfahren wegen Beleidigung und des Zeigens des Hitlergrußes eingeleitet.

Bevor die zwei Männer das Revier verlassen durften, zeigte der 41-Jährige nochmal, was er offensichtlich von der Polizei hielt: Er zog die Hosen herunter und zeigte zum Abschied seinen nackten Po.

Helene Fischer setzt ein Zeichen

Erst am Dienstag hatte sich Helene Fischer bei einem Konzert deutlich gegen Gewalt und Fremdenhass geäußert und viel Zuspruch dafür erhalten. Das sorgte für Aufsehen, denn Fischer galt lange als jemand, der sich selten politisch äußert.

Nach den Vorfällen in Chemnitz sah auch sie es als notwendig an, ein Zeichen zu setzen: “Wir können und dürfen nicht ausblenden, was zur Zeit in unserem Land passiert, doch wir können zum Glück auch sehen wie groß der Zusammenhalt gleichzeitig ist - das sollte uns stolz machen.“

(lp)