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18/08/2018 20:10 CEST | Aktualisiert 18/08/2018 20:12 CEST

Berlin: Rektorin an Brennpunktschule wirft hin – "Kräfte reichen nicht"

Die Grundschule im Stadtteil Schöneberg leidet unter massivem Lehrermangel.

ullstein bild via Getty Images
Die Spreewald-Grundschule in Berlin Schöneberg (rechts im Bild). 
  • Schon wieder gibt an der Spreewald-Grundschule in Berlin eine Führungskraft ihre Stelle auf. 
  • Die Direktorin der Brennpunktschule Doris Unzeitig sagt, sie habe keine Kraft mehr für ihren Job. 

Gewaltverbrechen, Personalmange und eine mangelhafte Ausstattung der Schule: Die Spreewald-Grundschule in Berlin Schöneberg ist eine der sogenannten Brennpunktschulen der deutschen Hauptstadt. 

Eine, die nun – zum wiederholten Mal – ohne Direktorin dasteht. Denn, so berichtet es die Berliner Zeitung “Tagesspiegel”, die bisherige Schulleitung Doris Unzeitig will ihren Job aufgeben. 

“Meine Kräfte reichen nicht aus, um eine nachhaltige Änderung der Arbeitsbedingungen der Lehrer und der Lernbedingungen der Schüler zu bewirken“, sagte die Pädagogin der Zeitung. 

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Gerüchte um ein Drogenproblem an der Grundschule 

Unzeitig berichtete dem “Tagesspiegel”, dass die Hälfte ihres Personals aus ungelernten Lehrern bestehe.

Zudem habe die Rektorin immer wieder darauf hingewiesen, dass es Sicherheitsprobleme an ihrer Schule gebe – lange sei sogar ein Wachschutz nötig gewesen. Die Zeitung schreibt zudem, dass es “dem Vernehmen nach” ein Drogenproblem auf dem Schulgelände gebe. 

Unzeitig habe zudem kritisiert, dass die Schulaufsicht ihr nicht geholfen und zu wenig Personal bereit gestellt habe.