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20/02/2018 17:02 CET | Aktualisiert 20/02/2018 17:03 CET

Berlin: Frau reißt Muslimin die Burka vom Kopf

Die 54-Jährige wurde am Kopf verletzt.

justhavealook via Getty Images
Zuvor soll die 28-Jährige die verschleierte Frau fremdenfeindlich beleidigt haben. 
  • In Berlin beleidigte eine junge Frau eine Muslimin und riss ihr die Burka vom Kopf
  • Die Tatverdächtige wurde vorübergehend festgenommen

Mitten in einem Berliner Supermarkt soll es passiert sein: Eine junge Frau riss einer 54-jährigen Muslimin die Burka vom Kopf.

Dies berichtet die “Berliner Morgenpost” gegen Mittag des heutigen 20. Februar. Zuvor soll die 28-Jährige die verschleierte Frau fremdenfeindlich beleidigt haben. 

Durch den Übergriff wurde die 54-Jährige am Kopf verletzt. Laut der “Berliner Morgenpost” soll sie danach sofort das Geschäft verlassen haben – gefolgt von der Täterin. Die habe sie draußen erneut mehrfach beleidigt. 

Die Täterin wurde wieder freigelassen 

Einige Zeugen konnten den Tathergang wohl beobachten und alarmierten die Polizei.

Die nahm die 28-Jährige vorläufig fest, entließ sie jedoch wieder nach der Aufnahme ihrer Personalien.

Der erste Übergriff dieser Art ist das jedoch nicht. Allein im vergangenen Jahre wurden 1069 islamfeindliche Angriffe in Deutschland registriert. 

Das ist nicht der erste fremdenfeindliche Übergriff

So wurden im September die Mainzer Juristin Büsra C. im Bus wegen ihres Kopftuchs angefeindet. Eine Frau soll zu ihr gesagt haben: “Ich wünschte, ich könnte Ihnen das Kopftuch mal abziehen!” 

Daraufhin soll die junge Frau von anderen Fahrgästen aufgefordert worden sein, “dort hinzugehen, wo sie herkomme”. 

Im Dezember ereignete sich in Offenbach ein ähnlicher Vorfall: Halime Baytemir soll von ihrem Nachbarn wegen ihres Migrationshintergrunds bedroht und beleidigt worden sein. 

Die Frau wandte sich an die Polizei: Doch die soll sie wieder nach Hause geschickt haben. Die Begründung:  Die rassistische Beleidigung sei keine - weil der Mann nicht sie persönlich, sondern alle Ausländer gemeint habe.