ELTERN
22/02/2018 13:24 CET | Aktualisiert 22/02/2018 13:39 CET

Berlin: Keine Klassenzimmer – so sieht die Schule der Zukunft aus

Bis 2021 sollen die ersten 14 Schulen mit dem neuen Raumkonzept fertig gestellt sein.

dpa
Bildungssenatorin Sandra Scheeres besucht eine Grundschule in Berlin.
  • Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat am Mittwoch ein neues Raumkonzept für Schulen vorgestellt
  • Klassen- und Lehrerzimmer sind dabei nicht vorgesehen

Das gute alte Klassenzimmer wird es bald nicht mehr geben. Zumindest in Berlin. Stattdessen verbringen Schüler demnächst ihre Zeit in Zimmern mit Namen wie “Stammgruppenraum”, “Compartment”, “Forum” und “Ruheraum”. 

Auch Lehrerzimmer sollen verschwinden. Denn dafür wird es in Zukunft einen sogenannten “Teambereich” geben.

Schulen werden neu gedacht

Die Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat am Mittwoch das neue Raumkonzept für Berliner Schulen vorgestellt, schreibt die “Berliner Morgenpost”. 

In der Hauptstadt gibt es derzeit zu wenig Schulen – deshalb werden jetzt viele Schulen saniert, aber auch einige neu gebaut

► Bis 2020 und 2021 sollen die ersten 14 Schulen mit dem neuen Raumkonzept fertig gestellt sein, erklärt Scheeres. 

Wie die Schulen der Zukunft aussehen 

► Berliner Schüler können sich darüber freuen, bald auf großen Kissen im “Forum”, dem Eingangsbereich der Schule, zu sitzen und sich mit anderen Schülern und Lehrer auszutauschen. Das “Forum” sei gut für Projektarbeiten geeignet, heißt es bei der “Morgenpost”. 

► Das Schulgebäude soll zudem in “Compartments”, Fachräume, aufgeteilt werden, berichtet die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf ihrer Website. 

► Außerdem wird es “Stammgruppenräume” geben. Diese entsprechen am ehesten dem Klassenzimmer. Aber sie können zum Beispiel auch als Ruheräume genutzt werden. 

► Lehrerzimmer fallen weg, an ihre Stelle tritt der “Teamraum”. In diesem können sich Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter treffen und offen bewegen. Das soll für mehr Transparenz sorgen.

Und Mensen werden bis zu 100 Quadratmeter größer. 

Was das Berliner Raumkonzept bezweckt

Die Architektur der Schulgebäude soll eine intensivere Zusammenarbeit der Pädagogen sicherstellen, erklärt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Zudem allen Schülern, auch denen mit Behinderung, bestmögliche Bildung ermöglichen. Sowie das Lernen in heterogenen Gruppen unterstützen. 

Das Berliner Modell könnte der Startschuss für ein völlig neues Schulkonzept in Deutschland werden.

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(ks)