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08/06/2018 12:18 CEST | Aktualisiert 08/06/2018 13:18 CEST

Wilde Verfolgungsjagd in Berlin: Offenbar Schwangere tot gefahren

Bei der Verfolgungsjagd wurden mehrere Menschen verletzt, eine Frau starb.

ullstein bild via Getty Images
Die Berliner Polizei im Einsatz (Symbolbild).
  • Am Mittwochabend haben sich drei Diebe eine Verfolgungsjagd mit der Polizei in Berlin-Charlottenburg geliefert.
  • Dabei überfuhren die drei Personen eine schwangere Frau.

Am Mittwochabend ist eine offenbar schwangere Frau gestorben, weil sich drei Männer eine Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferten.

Im Berliner Viertel Charlottenburg beobachteten Zivilfahnder, wie drei Personen einen geparkten Ford Transit aufknackten.

Dabei stahlen sie Werkzeuge aus dem Wagen und luden diese in ihren Audi.

Polizei liefern sich Verfolgungsjagd mit den drei Dieben

Wie die Polizei berichtete, folgten die Beamten den drei Verdächtigen und versuchten, den Fluchtwagen mit mehreren Einsatzfahrzeugen einzukeilen und zu stoppen.

Doch der erste Versuch scheiterte – beim Manöver wurde ein Beamter leicht verletzt. 

Der Audi raste dann weg und fuhr bei Rot über eine Ampel: Was einen Unfall mit zwei vorbeifahrenden Autos verursachte.

Eine 22-Jährige stirbt – sie war offenbar schwanger

Einer der im Unfall verwickelten Wägen traf eine 22-jährige Fußgängerin, die ihr Fahrrad über den Gehweg schob.

►  Sie wurde tödlich verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Zudem gäbe es Hinweise darauf, dass die 22-Jährige schwanger war. Die Polizei Berlin hat das aber noch nicht offiziell bestätigt.

Der Fluchtwagen kam damit aber nicht zum Stop: Er raste nach dem Unfall in mehrere parkende Autos und kam dann erst zum Stehen.

Der 27-jährige Fahrer des Fluchtautos versuchte noch zu Fuß zu fliehen. Die Polizei nahm ihn aber nach wenigen Metern fest.

Alle drei Männer befinden sich derzeit in stationärer Behandlung in Krankenhäusern

Die Beamten stellten zudem fest, dass der Fahrer offenbar alkoholisiert war.

Seine beiden Komplizen, 14 und 18 Jahre alt, blieben erstmal schwer verletzt im Audi zurück. Dann kamen zu stationärer Behandlung in verschiedene Krankenhäuser und werden seitdem bewacht.

Der 18-Jährige schwebte am Donnerstag noch in Lebensgefahr. Sein aktueller Gesundheitszustand ist nicht bekannt.

Die Männer sollen nun einem Haftrichter vorgeführt werden. Zwei der Diebe seien der Polizei bereits wegen anderer Autodiebstähle bekannt. 

(amr)