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28/05/2018 07:43 CEST

Berlin: Das sind die gefährlichsten U-Bahnhöfe in der Hauptstadt

Top-News To Go: In der Großstadt finden an den Stationen fünf Verbrechen pro Tag statt.

Joerg Fockenberg / EyeEm via Getty Images
Ein U-Bahnhof in Berlin: Die Stadt hat nun Zahlen über die Delikte in ihren U-Bahn-Stationen veröffentlicht. 

Die U-Bahnhöfe in Berlin werden immer häufiger zu Orten des Verbrechens. Das zeigt eine Antwort der Senatsinnenverwaltung der Hauptstadt auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Sven Kohlmeier.

Demnach hat sich die Zahl der Körperverletzungen in den letzten fünf Jahren um 17 Prozent auf 1863 Fälle pro Jahr erhöht. Ebenso stark nahmen Delikte wie Nötigung und Bedrohung zu. 

Noch dramatischer: Die Zahl der Sexualstraftaten in den U-Bahnhöfen Berlins stieg im gleichen Zeitraum um das Vierfache. Allein 2017 wurden 125 Fälle erfasst. Die “Berliner Morgenpost” hatte zuerst über die Zahlen berichtet

Das sind die gefährlichsten U-Bahnhöfe in Berlin: 

Der U-Bahnhof, an dem in Berlin die meisten Verbrechen geschehen, ist der Alexanderplatz im Stadtteil Mitte. 2017 wurden hier 182 Körperverletzungen angezeigt – ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Dahinter folgt das Kottbusser Tor im Stadtteil Kreuzberg. Hier gab es 2017 119 Körperverletzungen und 25 Raubüberfälle. Die Zahl der Gewaltdelikte ist hier im Vergleich zu 2016 gestiegen, dafür sank die der Raubüberfälle.

Die weiteren gefährlichsten U-Bahnhöfe Berlins: Der Hermannplatz (76 Körperverletzungen), die Osloer Straße (67), der Zooligische Garten (48) und der Görlitzer Bahnhof (47). 

Mehr zum Thema: Mann belästigt Mädchen in Berliner U-Bahn – dann greifen Fahrgäste ein

So reagiert die Stadt auf den Anstieg der Gewalt:

Laut der “Berliner Morgenpost” heißt es von der Berliner Staatssekretärin Sabine Smentek zur den Straftaten in U-Bahnhöfen, dass die Gewaltdelikte deutlich unter einem Tausendstel der jährlichen Fahrgastzahlen lägen. 

SPD-Politiker Kohlmeier sagte der Zeitung

“Man darf die Zahlen nicht schönreden, sondern muss sich der Realität stellen. Berlin wächst und die BVG transportiert mehr Fahrgäste, das ist richtig. Aber selbst wenn die Straftaten in Relation zu den Fahrgastzahlen vielleicht nicht gestiegen sein mögen, hilft das den Betroffenen nicht.”