ELTERN
13/12/2018 12:50 CET

Berlin-Charité: Baby stirbt kurz nach Geburt – Mutter macht Klinik Vorwürfe

"Unser Leben ist zerstört."

  • Das Baby einer Berliner Mutter ist zwei Tage nach der Geburt in der Klinik gestorben.
  • Auf Instagram veröffentlichte die Mutter einen Abschiedsbrief an ihr verstorbenes Kind.

In einem emotionalen Abschiedsbrief an ihr verstorbenes Baby erzählt die Berliner Influencerin Diana June auf Instagram die tragische Geschichte des Todes ihres Neugeborenen und erhebt Vorwürfe gegen die Berliner Charité.

“Mein Baby ist im Charité Virchow letzte Woche geboren und nach zwei Tagen gestorben, obwohl seine Werte nach der Geburt perfekt waren”, schreibt sie.

“Als überfürsorgliche Mutter belächelt”

Obwohl es ihrem Neugeborenen sehr schlecht gegangen sei, hätte das Personal der Charité ihre Sorgen nicht ernstgenommen: “Ich bin fassungslos, dass es keine Schwester oder keinen Arzt dort gab, die den Ernst der Lage erkannt haben.

Stattdessen hätten die Ärzte und Schwestern sie als ”überfürsorgliche Mutter belächelt.”

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Ihr Sohn sei nach zweitägigem Leiden an einer Lungenentzündung gestorben.

“Ich habe gesagt, da sind braune Flecken am Bein. Da war er schon im Todeskampf, aber wir wurden bis kurz vor seinem Tod als die nervigen Sorgeneltern belächelt”, schreibt June.

Kurz darauf habe eine Schwester ihr mitgeteilt, dass sie von ihrem Kind für immer Abschied nehmen müsse, es läge im Sterben.

“Ich habe noch versucht sein Herz zu massieren. Wir haben geschrien, dass sie was machen sollen”, schreibt sie weiter. Doch die Schwester habe gesagt, es würde nichts mehr bringen. 

Beileid aus dem Internet

Diana June folgen bei Instagram über 172.000 Menschen. Viele ihrer Follower drücken auf Instagram ihr Beileid aus. 

“Beim Lesen deines Textes kamen mir die Tränen und jetzt heule ich wie ein Schlosshund. Ich kann nicht sagen, wie leid mir das tut”, schreib beispielsweise eine Nutzerin. 

“Ich hoffe, ihr übersteht die Zeit gemeinsam mit der Familie. Fühlt euch gedrückt. Euer Engel wacht jetzt über euch.”

Eine weitere Nutzerin schrieb: “Unser Tiefstes Beileid, es zerreißt einem das Herz, alleine schon wenn man das liest. Unendlich viel Kraft euch.” 

“Unser Leben ist zerstört”

Der Nachrichtenseite “Focus Online” teilte die Charité mit:

“Wir bedauern den Tod des Kindes und unser volles Mitgefühl gilt den Eltern. Die von den Eltern vorgebrachten Vorwürfe sind in Anbetracht der Situation menschlich nachvollziehbar. Da der Charité-Universitätsmedizin Berlin bisher keine Entbindung von der Schweigepflicht durch die Eltern vorliegt, können wir uns derzeit nicht detailliert äußern.”

Doch keine Mitleidsbekundung wird Diana June ihr Kind jemals zurückbringen können. Sie beschließt ihren Abschiedsbrief resigniert: “Jetzt leben sie alle weiter und wir, unser Leben ist zerstört, wir wachen aus diesem Albtraum einfach nicht auf.”

(jg)