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16/08/2018 15:30 CEST | Aktualisiert 16/08/2018 19:37 CEST

Berlin: Busfahrer schmeißt Kind raus – Reaktion der BVG sorgt für Empörung

"Ihr habt doch sonst so gute Laune!?"

getty / twitter
Ein Bus in Berlin. 
  • Ein Vorfall in einem Bus in Berlin sorgt für Aufsehen.
  • Der Fahrer schmiss ein Kind aus dem Fahrzeug – und die BVG bügelte eine Beschwerde dazu ab. 

Ein Busfahrer in Berlin hatte offenbar genug vom Pfeifen eines kleinen Jungen. Er warf das Kind kurzerhand aus seinem Fahrzeug. 

So schildert eine Frau auf dem Kurznachrichtendienst Twitter den Vorfall, der Berliner “Tagesspiegel” berichtet darüber. Laut der Zeitung habe die Zeugin den Vorfall so geschildert: Der Fahrer habe zunächst einen etwa vier- bis fünfjährigen Jungen rüde aufgefordert, nicht mehr zu pfeifen. 

Weil das Kind nicht reagiert habe, brüllte der Busfahrer laut dem “Tagesspiegel”, der Junge solle zusammen mit seiner Schwester an der nächsten Haltestelle aussteigen.

► Soweit ist das eigentlich kein bemerkenswertes Ereignis. Genervte, unhöfliche Busfahrer, laute Kinder – das gehört zum Alltag. Ungewöhnlich aber macht die Geschichte, wie die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) auf den Vorfall reagierte. 

Augenzeugin ist wütend auf den Busfahrer 

Auf Twitter beschwerte sich die Zeugin über das Verhalten des Fahrers. Sie schrieb dem offiziellen Account der BVG-Kampagne “Weil wir dich lieben” an.

“Hier wurde gerade ein kleines Kind aufgefordert, den Bus zu verlassen, weil es fröhlich gepfiffen hat. Haben wir Mitfahrer noch so recht verstanden. Ihr habt doch sonst so gute Laune!?”

Mit der Kampagne “Weil wir dich lieben” will die BVG ihr Image aufbessern. Auf dem Social-Media-Kanal versuchen die BVG-Mitarbeiter ihren Kunden besonders ironisch, lässig und cool zu antworten.

In diesem Fall ging das absolut schief.

Wie die Berliner Verkehrsgesellschaft reagierte

So lautete die Antwort: “Verstehen wir auch nicht. Also, warum du uns grundsätzlich gute Laune unterstellst.”

“Lustig geht anders”, bewertet der Branchendienst “Meedia” die Twitter-Reaktion. Ein Berliner Blogger antwortete unter dem Tweet

“Schon klar, dass ihr nicht jeden Vorfall bewerten könnt. Aber manchmal hilft es, auf die offiziellen BVG-Ansprechpartner zu verweisen und ansonsten mal nix zu sagen.”

(jg)