POLITIK
09/11/2018 19:44 CET

Bericht: Trump war an Schweigegeld-Zahlung an Porno-Star beteiligt

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Bloomberg via Getty Images
Donald Trump am Freitag in Washington.

► Ein neuer Bericht des “Wall Street Journals” bringt US-Präsident Donald Trump in der Affäre um Schweigegeld-Zahlungen an zwei Frauen in Bedrängnis. 

► Demnach sei Trump – entgegen seiner Beteuerungen – eine zentrale Rolle bei den Zahlungen zugekommen. Er sei dabei an jedem Schritt beteiligt gewesen. Die US-Staatsanwaltschaft habe für Trumps Beteiligung auch Belege sichergestellt, berichtet das “Wall Street Journal”. 

► Trump hatte stets dementiert, die Zahlungen veranlasst zu haben. 

Warum der Bericht für Trump so brisant ist: 

Bei der Schweigegeld-Affäre handelt es sich um Zahlungen an das Ex-Playmate Karen McDougal und die Porno-Darstellerin Stormy Daniels. Beide behaupten, eine Affäre mit Donald Trump gehabt zu haben.

Das Geld zahlte Trumps damaliger Anwalt Michael Cohen in der Zeit vor der Präsidentschaftswahl 2016. Cohen räumte vor Gericht ein, dass er damit gegen die US-Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen habe. Er arbeitet mittlerweile mit den Ermittlern zusammen. 

Für Trump ist der Skandal um das Schweigegeld brisant. Sollte es sich belegen lassen, dass er die Zahlungen veranlasst haben, wie das “WSJ” berichtet, und damit gegen US-Gesetze verstoßen hat, wäre er in großen Schwierigkeiten. Die Demokraten, die gerade erst die Mehrheit im Repräsentantenhaus errungen haben, könnten ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump bemühen. 

Mehr Details über die Schweigegeld-Affäre: 

Die Enthüllung der “WSJ” bestätigt, was viele Medien bereits vermutet hatten. Vor Gericht hatte Cohen ausgesagt, er habe die Zahlungen an die beiden Frauen im Auftrag “eines Kandidaten” getan, um die Wahlen zu beeinflussen.

Einen Namen nannte er damals nicht, Medien vermuteten, dass es sich um Trump handelte. Personen, die mit der Anklageschrift von Cohen und den Ermittlungen vertraut sind, hätten der “WJS” bestätigt, dass Trump dieser “Kandidat” sei.