POLITIK
07/07/2018 07:31 CEST | Aktualisiert 07/07/2018 19:37 CEST

Berichte: Spahn soll Merkel-Ende und Schäuble-Kanzlerschaft geplant haben

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JOHN MACDOUGALL via Getty Images
CDU-Chefin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn.

► Laut einem Bericht des “Spiegel” hat CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn, Gespräche mit der SPD über eine mögliche Fortführung der Koalition ohne Kanzlerin Angela Merkel geführt.

► Demnach habe sich Spahn zum Höhepunkt des Streits zwischen CDU und CSU um die Asylpolitik mit SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil und dem Parlamentarischen Geschäftsführer Carsten Schneider ausgetauscht. 

► In der Union sei Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) als ein möglicher Übergangskanzler gehandelt worden. Die SPD hätte einem solchen Machtwechsel zustimmen müssen.

► Spahn betont laut des Berichts des “Spiegel”, es sei ihm immer um die Einheit der Union mit Merkel gegangen.

Darum ist der Bericht wichtig:

Die Faktenlage des “Spiegel”-Berichts ist dünn. Dennoch zeichnet sich immer deutlicher ab, dass Merkel auch in der CDU nicht länger als “alternativlos” gilt.

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Neben Jens Spahn wollten im Asyl-Streit mehrere weitere CDU-Abgeordnete eine Fraktionsabstimmung erzwingen. Laut “Spiegel” hätte es dabei auch um den Rückzug der Kanzlerin gehen können.

► In Berlin mehren sich die Gerüchte, dass konservative Unionspolitiker auf ein vorzeitiges Ende der Merkel-Kanzlerschaft spekulieren.

► Am Samstag trifft sich konservative Berliner Kreis der Union in der Hauptstadt zu einer Diskussion über den Asylkompromiss. Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt wird erwartet.

 

Was ihr noch über den Streit wissen müsst:

Angela Merkel selbst sagte am Freitag zum nun vorerst geklärten Regierungsstreit:  “Wir haben in der Tat schwierige Tage hinter uns. Aber ich glaube, wir haben jetzt eine gute Basis gefunden, um weiterzuarbeiten.”  

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In einer früheren Version des Artikels hieß es, Spahn habe auch mit SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles das Gespräch gesucht. Der CDU-Politiker dementiert dies.