POLITIK
04/07/2018 16:08 CEST

Bericht enthüllt neue Details über Seehofers Transitzentren

Top-News To Go.

OMER MESSINGER via Getty Images
Weiter auf seinem Stuhl: Horst Seehofer. 

► Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will offenbar bestehende Einrichtungen der Bundespolizei für die geplanten Transitzentren nutzen. Das berichtet das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” unter Berufung auf CSU-Kreise. 

► Seehofer sagte demnach am Dienstagabend in der Sitzung des Koalitionsausschusses, es müssten keine großen neuen Zentren gebaut werden. Vielmehr will er auf Gebäude der Bundespolizei in Passau, Rosenheim oder am Münchener Flughafen zurückgreifen.

► Nach Seehofers Plänen sollen die Flüchtlinge zudem nach Möglichkeit maximal 24 Stunden in den Einrichtungen bleiben.

Was über die Transitzentren sonst bekannt ist: 

Details über die Transitzentren sind bisher rar. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Mittwoch, Asylbewerber sollten maximal zwei Tage unter Aufsicht der Polizei in Zentren an der Grenze zu Österreich bleiben. Das verlange das Grundgesetz.

Klar ist auch: Asylbewerber dürfen die Transitzentren nicht mehr verlassen, sind sie einmal dorthin gebracht worden.

Außer sie möchten in das Land zurückkehren, aus dem sie versucht haben, nach Deutschland einzureisen. Das sagte CSU-Politiker Stephan Mayeram Mittwoch der “Bild”-Zeitung.

Was Seehofer noch gesagt haben soll:  

Laut Seehofer könnten die Transitzentren “ohne jeden Zeitverzug” in Betrieb genommen werden, sobald entsprechende Vereinbarungen zur Rückführung von Flüchtlingen mit europäischen Nachbarländern abgeschlossen seien, berichtet das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” weiter. 

(sk)