POLITIK
16/05/2018 20:34 CEST | Aktualisiert 16/05/2018 20:47 CEST

Bund gab 2017 laut Bericht 21 Milliarden Euro für Flüchtlinge aus

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dpa

Die Flüchtlingskrise hat den Bund im vergangenen Jahr 20,8 Milliarden Euro gekostet. Berlin gab das Geld aus, um Fluchtursachen zu bekämpfen und eingetroffene Flüchtlinge zu versorgen. Das berichtet das “Handelsblatt” unter Berufung auf einen Entwurf aus dem Bundesfinanzministerium über die Asyl- und Integrationskosten.

Der größte Block an Ausgaben war demnach die Bekämpfung von Fluchtursachen mit 14,2 Milliarden Euro. Der zweitgrößte die Hilfe für die Länder und Kommunen bei den Flüchtlings- und Integrationskosten, darunter Unterkunftskosten, Ausbau der Kinderbetreuung und sozialer Wohnungsbau. Hier gab der Bund 6,6 Milliarden Euro aus. 

Die Asylkosten im Vergleich zu 2016:

Die Kosten zur Bewältigung der Flüchtlingskrise liegen damit etwas geringer als 2016. Damals gab der Bund 21,7 Milliarden Euro aus

Ein Vergleich zeigt auch, wie sich die Prioritäten im Bund verschoben haben. Der größte Ausgabenposten entfiel 2016 mit 9,3 Milliarden Euro noch auf die Hilfen für Länder und Kommunen. 2017 war das die Bekämpfung der Fluchtursachen.

Was ihr noch wissen müsst:

Die Summe für 2017 an Unterstützungsleistungen für die Länder könnte sich dem Bericht zufolge noch erhöhen, weil sie bisher erst eine pauschale Abschlagzahlung des Bundes pro Asylbewerber enthält, die Detailabrechnung aber noch aussteht. Bei der letzten Detailabrechnung habe der Bund nachzahlen müssen.

Forderungen der Länderfinanzminister nach umfangreicherer Hilfe lehne Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in seinem Bericht aber ab, schreibt das “Handelsblatt”.