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08/03/2018 15:17 CET | Aktualisiert 08/03/2018 15:54 CET

Wegen Stau bei Köln gewendet: Wieso 13 Geisterfahrer straffrei bleiben

"Regulär Auffahrende hätten kaum eine Chance gehabt, auszuweichen.”

  • Bei einem Stau Anfang September haben einige Autofahrer auf der Autobahn einfach gewendet
  • Videoaufnahmen konnten die 13 Geisterfahrer aber nicht überführen
  • Das Video zeigt die lebensgefährliche Aktion 

Unglaublich: Als Autofahrer das Stauende auf der A1 bei Köln gesehen haben, riskierten sie ihr eigenes Leben und das anderer Menschen: Die einen fuhren rückwärts, um die Autobahn zu verlassen, andere wendeten ihren Wagen auf der Auffahrt.

Absichtlich wurden sie zu Geisterfahrern, weil sie keine Lust darauf hatten, im Stau zu stehen.

► Jetzt ist klar: Die Geisterfahrer bleiben trotzdem straffrei.

Die Rowdies waren nicht zweifelsfrei erkennbar

Eine Autofahrerin hat die Geisterfahrer bei ihren Manövern Anfang September 2017 mit ihrem Handy gefilmt, 13 Wagen waren darauf zu sehen. 

Die Bußgeldstelle der Stadt hat das Verfahren am Mittwoch eingestellt.

Die Begründung: Keiner der Fahrer sei so zweifelsfrei erkennbar gewesen, dass es für eine Sanktion ausgereicht habe. Bei einer eindeutigen Identifizierung hätten dem jeweiligen Fahrer ein Bußgeld von 75 Euro und ein Punkt in Flensburg gedroht, wie der “Kölner Stadt-Anzeiger” berichtet.

Zwar konnte die Polizei 13 Kennzeichen aus den Aufnahmen herausfiltern. Doch für die Bußgeldstelle reichten die Aufnahmen offensichtlich nicht.  

Polizei: “Regulär Auffahrende hätten kaum eine Chance gehabt”

Der Vorfall hatte vergangenen Sommer für Aufregung gesorgt. Die Polizei hatte damals zur Abschreckung das Video der Autofahrerin im Internet veröffentlicht. 

Dabei zeigte sich laut Polizei, wie die rücksichtslosen Fahrer lebensgefährliche Situationen herbeigeführt hätten. “Regulär Auffahrende hätten kaum eine Chance gehabt, dem unerwarteten Gegenverkehr auszuweichen.”

Es bleibt nur zu hoffen, dass das Verfahrensende nicht dazu führt, dass andere eine Geisterfahrt wie diese wagen und dabei das Leben ihrer Mitmenschen riskieren.