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11/12/2018 12:50 CET | Aktualisiert 11/12/2018 20:30 CET

Baby schreit minutenlang im Flugzeug: Als Fremder eingreift, muss Mutter weinen

“Ich konnte meine Tränen kaum zurückhalten", schrieb die Mutter des Kindes auf Facebook.

  • Eine US-Amerikanerin hatte ihr Baby mit im Flieger dabei. 
  • Nachdem die elf Monate alte Tochter schrie, reagierte ein fremder Passagier und brachte damit die Mutter zum Weinen.

Kelsey Zwick aus den USA ist Mutter von Zwillingen. Am sechsten Dezember ist sie mit einem ihrer Kinder von Orlando nach Philadelphia geflogen. Ihre elf Monate alte Tochter Lucy schrie bereits, als beide den Flieger betraten.

Doch die Reaktion eines fremden Flugpassagiers erwärmte Kelsey Zwick an diesem Tag das Herz, wie sie später auf ihrer Facebook-Seite schrieb.

Zwicks Zwillinge kamen als Frühchen zur Welt. Ihre Tochter Lucy blieb nach der Geburt 100 Tage auf der Neugeborenen-Intensivstation und hat seitdem eine chronische Lungenkrankheit.

Am sechsten Dezember war Zwick mit ihr auf dem Weg in ein Krankenhaus, um Lucy zu behandeln, hießt es in Zwicks Facebook-Post.

Ein Flugzeugpassagier zeigte Herz 

“An den Mann in 2D: Ich kenne Sie nicht, aber Sie haben uns sicher irgendwo gesehen. Ich schob einen Kinderwagen, hatte eine Windeltasche im Arm und schleppte ein Sauerstoffgerät für meine Tochter mit mir”, schrieb die Amerikanerin in ihrem Post an den unbekannten Passagier.

Als sie das Flugzeug betrat habe sich Zwick mit ihrem Baby auf ihren Fensterplatz gesetzt und gescherzt, dass alle um sie herum neben einem schreienden aber glücklichem Baby sitzen würden. Doch kurz darauf sei eine Flugbegleiterin zu ihr gekommen, um ihr etwas mitzuteilen.

Der fremde Passagier wollte seinen Sitzplatz mit der Frau tauschen. “Sie haben Ihren Erste-Klasse-Platz für uns aufgegeben”, schrieb Zwick an den Fremden. 

“Ich konnte meine Tränen kaum zurückhalten. Lucy lachte. Sie hat die Güte und Freundlichkeit auch gespürt. Ich bedankte mich bei Ihnen, aber ich konnte mich noch nicht wirklich aufrichtig bedanken.”

Airline hilft der Mutter, den Fremden zu finden

Die Mutter bat ihre Facebook-Freunde den Beitrag zu teilen, um so den Fremden ausfindig zu machen. Und: Es hat geklappt!

Die Fluggesellschaft American Airlines wurde auf Zwicks Aufruf aufmerksam und half bei der Suche nach dem Mann auf dem Sitz 2D. Das berichtete der US-amerikanische Nachrichtensender ABC News.

Der Fremde heißt demnach Jason Kunselman. Laut dem Bericht traten beide bereits über soziale Netzwerke in Kontakt. Über 700.000 Menschen reagierten auf Kelsey Zwicks Facebook-Post. Viele davon teilten die herzzerreißende Geschichte.

“Ich danke Ihnen, dass Sie aufmerksam waren und uns Ihre Güte gezeigt haben”, schrieb Zwick. “Das hat uns daran erinnert, dass es viel Gutes auf dieser Welt gibt.”

(nsc)