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17/04/2018 09:22 CEST | Aktualisiert 17/04/2018 13:43 CEST

"Bares für Rares": Experte ist entsetzt, wie Mann an ein DDR-Nashorn kam

“Das ist schon gefährlich”, meint Experte Sven Deutschmanek.

ZDF - Bares fur Rares / Screenshot
Experte Sven Deutschmanek, Moderator Horst Lichter und Teilnehmer Karlheinz Pallapies.
  • Ein Teilnehmer der Trödelshow “Bares für Rares” präsentiert eine echte Rarität: Ein therapeutisches Spielzeug in der Gestalt eines Nashorns
  • Der 81-Jährige hatte das Nashorn damals nicht nur unter Hand gekauft, sondern auch noch aus der DDR geschmuggelt

Karlheinz Pallapies aus Castrop Rauxel geht mit festen Vorstellungen in die Trödelshow “Bares für Rares”: Er will wissen, welche Schätzung ob die Experten seinem Nashorn, einem therapeutischen Spielzeug, geben.

Der 81-jährige Verkaufsleiter erklärt: “Das habe ich in der Moma (Anmerkung der Redaktion: Museum of Modern Art in New York) gesehen und dachte mir: ’Donnerwetter, so ein Teil hast du ja im Keller.”

“Ich habe dem Zöllner gesagt, es wäre ein Ausstellungsstück”

Moderator Horst Lichter ist erstaunt – und verwirrt: “Was ist Moma oder Momo?”, will er wissen. Experte Sven Deutschmanek erklärt: “Das Museum of Modern Art in New York.”

“Und wieso sagt man mir das nicht?”, fragt Lichter.

“Weil es die Abkürzung dafür ist”, gibt Deutschmanek zurück.

“Sie sind ja noch jung, Sie müssen noch nicht alles wissen”, sagt der 81-Jährige galant zum 56-jährigen Lichter. 

Pallapies verrät auch, dass er das Nashorn 1967 in der DDR bei einer Messe in Leipzig erstanden hat, wo es ausgestellt wurde. Allerdings nicht legal: Das Stück war nicht zum Verkauf gedacht.

Aber der Verkäufer nahm für das Nashorn einiges auf sich: Er schmuggelte einen Farbdecoder in die DDR, in der es damals noch kein Farbfernsehen gab und tauschte ihn gegen das Nashorn.

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Das musste er dann wiederum aus der DDR hinausschmuggeln. “Ich habe dem Zöllner gesagt, es wäre ein Ausstellungsstück, das wusste der ja nicht”, sagt Pallapies.

Lichter meint: “Da haben Sie ja Glück gehabt.” Deutschmanek schüttelt leicht den Kopf: “Das ist schon gefährlich.”

Ein therapeutisches Spielzeug für mehr als 1000 Euro

Der Experte weiß aber auch mehr über Pallapies Mitbringsel: Das Nashorn wurde von der Designerin Renate Müller als therapeutisches Spielzeug entworfen und soll die Sinne der Kinder ansprechen.

Das Nashorn war Teil einer größeren Reihe von Spielzeugen, die nicht frei verkäuflich waren, sondern für Kinderkliniken oder Kindergärten produziert wurden, erklärt Deutschmanek.

► Das Nashorn von Pallapies stamme aus der Erstserie 1967 und sei ein mit Holzwolle gefülltes Rupfentier in sehr gutem Zustand.

► “Es ist unbenutzt”, sagt Pallapies, der 1000 Euro für das Nashorn möchte.

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Fabian Kahl kauft das Spielzeug-Nashorn

Deutschmanek geht sogar noch weiter: “Ich würde sagen, dass das Nashorn 1000 bis 1500 Euro wert ist.”

Pallapies zeigt sich von der Einschätzung des Experten erfreut und geht erwartungsfroh zu den Händlern: “Ich habe mein Leben lang verkauft, das werde ich schon schaffen.”

Er hat auch Glück: Händler Fabian Kahl erweist sich als Fan der Spielzeug-Tiere von Renate Müller. Für 1200 Euro nimmt der Händler das Nashorn. ”Ich denke, Käufer und ich sind zufrieden”, resümiert Pallapies.

(cho)