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20/08/2018 20:22 CEST | Aktualisiert 20/08/2018 22:06 CEST

Bande soll vier 16-Jährige vergewaltigt haben: Das sagt der Anführer zu den Taten

Fünf Jugendlichen sind wegen Vergewaltigung, Nötigung und Körperverletzung angeklagt.

Ina Fassbender / Reuters
  • Am Landgericht Essen ist der Prozess um mutmaßliche Gruppenvergewaltigungen von vier Schülerinnen fortgesetzt worden.
  • Der Kopf der Gruppe gab zu: Er tat nichts, um die Taten zu verhindern.

Fünf Männer zwischen 17 und 23 Jahren sollen in Essen und Gelsenkirchen mindestens vier 16-jährige Mädchen vergewaltigt haben.

Nun hat der Anführer und mutmaßliche “Lockvogel” der Bande (18 Jahre alt) vor dem Essener Landgericht ausgesagt. Über den Prozess berichtet unter anderem die “Bild”.

Die Taten seien demnach immer ähnlich abgelaufen. Der Hauptangeklagte habe das Vertrauen der Mädchen erschlichen und sich mit ihnen zu einer Autofahrt verabredet.

Dann habe er seine Freunde über Whatsapp-Chats informiert – sie seien zu ihm und dem Opfer ins Auto gestiegen. 

“Ich hätte eingreifen müssen”

Laut Anklage sei diesem das Handy weggenommen worden – dann habe die Gruppen-Vergewaltigung begonnen. Unter Androhung, man werde die Mädchen im Wald zurücklassen, ihr Handy wegschmeißen und sie “kaputtschlagen”.

Der Haupttäter sagte laut “Bild” zu den Fällen: “Es tut mir leid, dass ich die Mädchen schamlos ausgenutzt habe.” Eine Vergewaltigung streitet er aber ab. 

Der Sex sei stets einvernehmlich gewesen.

Lediglich eins gab er zu: “Ich hab gesagt: ‘Mach es doch auch mit den anderen, tu mir den Gefallen‘. Ich hätte eingreifen müssen, sagen: ‘Jetzt stopp hier, wenn sie nicht will‘. Das habe ich nicht gemacht, das war falsch von mir.“ 

Als er sich im Juni der Polizei stellte, hatte der 18-Jährige sich noch “mehr Opfer als Täter” genannt. 

Die fünf Jugendlichen sind wegen Vergewaltigung, Nötigung und Körperverletzung angeklagt. Im September sollen die Mädchen aussagen – unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie der WDR berichtet.