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26/06/2018 11:26 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 09:29 CEST

Australien: Frau öffnet Badezimmertür – jetzt liegt sie in der Klinik

Ihre Katze rettete der 19-Jährigen das Leben.

  • Ayla aus dem australischen Brisbane hat sich beide Beine bei einer  Explosion in ihrem Badezimmer verbrannt. 
  • Schuld waren eine Badewanne, eine Kerze und eine Deoflasche.
  • Ihre Katze rettete der 19-Jährigen wohl das Leben. Oben im Video seht ihr eine weitere Geschichte, in der eine Katze zum Lebensretter wird.

Es sollte ein romantischer Abend in der Badewanne werden – doch für die Australierin Ayla und ihren Freund wurde es zu einer Horror-Nacht. Denn als die 19-Jährige aus der Wanne stieg, explodierte ihr Badezimmer. 

Nun liegt sie mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus – die Explosion konnte sich anfangs keiner erklären. 

“Sie sagten, so etwas hätten sie in 28 Jahren nicht gesehen”

“Die Geschichte meines Unfalls ist so verrückt”, schreibt Ayla auf dem Spendenportal “gofundme”. “Die Feuerwehrleute sagten, sie hätten etwas derartiges in 28 Jahren nicht gesehen”. 

► Das Ganze passierte wohl so: Ayla und ihr Freund zündeten eine Kerze neben dem Waschbecken an. Damit nichts anbrennen konnte, verstaute sie einige Kosmetikprodukte unter dem Becken. 

 Was die 19-Jährige aus Brisbane nicht wusste: Dort befand sich eine Deo-Flasche, die mit einem anderen Gegenstand so beschwert war, dass die hochentzündliche Flüssigkeit austreten konnte.

“Wir hörten das wegen des einlaufenden Wassers nicht”, schreibt Ayla auf der Spendenseite.

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“Meine Katze hörte nicht auf, zu miauen”

“Das ganze Gas der Deo-Flasche setzte sich auf dem Boden ab und der Raum war mit heißer Luft gefüllt”, erzählt die Australierin weiter. “Nach zehn Minuten stellte sich meine Katze Winter vor die Badezimmertüre und hörte nicht auf zu miauen.”

Deshalb sei sie aus der Wanne gestiegen und habe die Türe geöffnet. Dann passierte es. 

Durch den Luftstrom kam genug Sauerstoff in den Raum, um das Gas am Boden aufzuwirbeln und mit der Kerze eine gewaltige Explosion zu erzeugen. 

Ayla wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht – ihrem Freund und der Katzendame Winter passierte glücklicherweise nichts. Die 19-Jährige musste jedoch Höllenqualen erleiden. 

“Meine Beine waren verbrannt”, schreibt Ayla weiter. “Es war eine Verbrennung zweiten Grades – die ist weitaus schmerzhafter als eine Verbrennung dritten Grades, weil die Nerven nicht beschädigt sind. Also fühlst du alles.”

►Jetzt heißt es für die Australierin erst einmal: Geduld haben.

“Wenn Winter nicht miaut hätte, wären wir nicht entkommen”

In der nächsten Zeit werde sich herausstellen, ob sie eine Hauttransplantation brauche. Zwei bis vier Wochen könne sie nicht arbeiten – und werde deshalb auch nicht bezahlt, schreibt Ayla.

Die Schäden an ihrem Haus müssen aber dringend repariert werden. Deshalb bittet sie nun auf der Spendenseite “gofundme” um finanzielle Unterstützung. 

Dankbar ist die 19-Jährige bereits jetzt:Wenn Winter nicht miaut hätte und ich nicht aus der Wanne gestiegen wäre, wäre noch viel mehr Gas entwichen – das hätte eine noch weitaus größere Explosion verursacht, der wir wahrscheinlich nicht hätten entkommen können”, schreibt sie.  “Jetzt weiß ich, dass sie die Gase roch und miaute, um uns zu warnen.”

Ayla wird wohl noch eine Zeit brauchen, um sich körperlich und mental zu erholen – aber sie wird wieder gesund werden.

(kap)