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07/09/2018 13:37 CEST | Aktualisiert 19/09/2018 15:22 CEST

"Bachelorette" wollte ihn nicht: Daniel sagt, ob er Nadine zurücknehmen würde

"Ich habe eine krasse Enttäuschung erfahren. Bitter."

Screenshot/RTL
Daniel Lott bei seiner ersten Begegnung mit "Bachelorette" Nadine Klein

Im “Bachelorette”-Finale am Mittwochabend war Daniel Lott der Verlierer. Obwohl sich Mister Schwaben sicher war, dass er Nadine Kleins Herz erobert hatte, gab diese die letzte Rose an seinen Konkurrenten Alexander Hindersmann. 

Das tat weh – und das zeigte der 27-Jährige auch offen. Nach der Entscheidung schlug er sogar vor Wut eine Dekoration am Set um. Auch beim Wiedersehen der Kandidaten mit Frauke Ludowig, welches Wochen nach der Entscheidung gefilmt wurde, stand er immer noch dazu, dass sich Nadine für den Falschen entschieden hätte.

Auch seit dem Dreh des Wiedersehens ist noch einmal viel Zeit vergangen. Wie geht es dem “Bachelorette”-Finalisten heute und was denkt er rückblickend über seine Zeit im RTL-Format? HuffPost hat mit ihm gesprochen.

HuffPost: Wie war es für Sie, die Szene der Zurückweisung jetzt noch einmal zu sehen?

Daniel Lott: Da zwischen Finale und Wiedersehen etwas Zeit lag, hatte ich das Alles bereits verarbeitet. Aber dann sieht man das Ganze nochmal – natürlich auch wunderschön zusammengeschnitten – und das löst natürlich noch einmal diesen Backflash aus.

Bei der Entscheidung kam dann kurz nochmal alles hoch. Aber ich bin ein Mensch, der schaut immer recht schnell positiv in die Zukunft und daher war das alles in Ordnung. 

HuffPost: Also keine alte Wunden wieder aufgerissen?

Daniel Lott: Nein, es war in dem Moment zwar emotional, aber ich habe danach wieder damit abschließen können. Was bringt es mir auch groß so lange in der Vergangenheit herumzuwühlen? 

RTL/ Screenshot

Daniel: “Viele denken nun von mir, ich wäre arrogant”

HuffPost: Haben Sie das Gefühl, dass alles im Fernsehen so dargestellt wurde, wie es auch wirklich passiert ist?

Daniel Lott: Das ist ja im Fernsehen immer so, dass Sachen extremer geschnitten werden, als sie in der Realität waren. Oder auch mal etwas weggelassen wird. Viele denken nun von mir, ich wäre arrogant.

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Aber so bin ich nicht. Ich bringe ganz einfach das nötige Selbstbewusstsein mit, um Nadine einfach mal zu packen. Das haben andere Kandidaten ganz einfach nicht mitgebracht. Das wirkt auf manche dann arrogant. Aber wer mich kennt, weiß, wie das einzuschätzen ist. Der weiß, dass das nur im Fernsehen so rüberkommt. 

Daniel über “Bachelorette”: Hat sich für den Falschen entschieden

HuffPost: Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie die intimen Dates von Nadine und Alex angesehen haben?  

Daniel Lott: Ich habe ich mir nicht so einen Kopf darüber gemacht. Ich dachte nur für mich: Okay, ich habe die ganzen Dates gesehen, speziell auch die Dreamdates. Und jetzt mal ganz ehrlich: Ich hatte da einfach das beste Date mit ihr, wo auch eindeutig zu sehen war, dass ich mich am besten mit ihr verstanden habe.

Dann tut es noch einmal weh, die Entscheidung nachvollziehen zu können, weil ich auch nach wie vor der Meinung bin, dass es die falsche Entscheidung war. Ich wünsche den beiden alles erdenklich Gute und mische mich da nicht ein. Aber am Ende bleibe ich dabei: Sie hat sich falsch entschieden. 

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HuffPost: Und jetzt haben Sie erst mal genug von Frauen?

Daniel Lott: (lacht) Nein, nein, ich habe nicht die Schnauze voll. Aber auf der anderen Seite bin ich auch absolut nicht auf der Suche. Wenn man auf der Suche ist, dann verrennt man sich nur in irgendeinen Scheiß, weil man es jetzt dringend möchte. Ich finde schon irgendwann die Richtige, auch wenn ich sie nicht suche.  

HuffPost: Kandidat Eddie ist der Meinung, dass jeder, der bei der “Bachelorette” mitmacht, davon profitieren möchte und er niemandem glauben kann, der behauptet, er sei nur wegen der Liebe dort. 

Daniel Lott: (nach langer Pause) Nein. Auf mich trifft das nicht zu. 

HuffPost: Was war Ihr Ziel?

Daniel Lott: Ich bin tatsächlich mit der Einstellung dahin: Ich hab die Chance, eine Frau kennenzulernen. Ich hatte Bock so ein Format zu erleben. Ich wollte nicht meine Karriere pushen, die ich ja zu dem Zeitpunkt auch gar nicht hatte.

Aktuell habe ich nach wie vor den Plan, einem ernsthaften Beruf als Ingenieur nachzugehen. Ich habe ja jetzt nicht sieben Jahre lang umsonst studiert, nur damit ich danach – keine Ahnung – bei “Schwiegertochter gesucht” oder so etwas lande.

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HuffPost: Sie waren doch aber zuvor schon bei Instagram mit Modelfotos sehr aktiv...

Daniel Lott: Ja... (lacht) Aber über so etwas habe ich mir, speziell davor, überhaupt keine Gedanken gemacht. Ganz ehrlich, wenn mir die “Bachelorette” nicht gepasst hätte, dann wäre ich in der zweiten Folge ausgestiegen.

Da bringe ich schon die Ehrlichkeit mit. Sie hat mich sehr interessiert und, wider Erwarten, habe ich tatsächliche Gefühle entwickelt... Sie ist eine tolle Frau und dann habe ich eine krasse Enttäuschung erfahren. Bitter. 

Echte Gefühle für die “Bachelorette” entwickelt

HuffPost: Wie wäre es nun mit dem großen Format “Der Bachelor”?

Daniel Lott: (lacht) Über so etwas habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Aktuell will ich mich primär auf meinen Beruf konzentrieren. Ein bisschen nebenher die Menschen über Instagram auf dem Laufenden halten, das geht schon. Und bei der Wahl zu Mister Bayern werde ich teilnehmen. Alles danach wird schon kommen. 

MG RTL D
Mister Schwaben Daniel Lott möchte nach der "Bachelorette" jetzt Mister Bayern werden

HuffPost: Also wären andere Reality Formate für Sie denkbar?

Daniel Lott: Wenn sich das mit meinem Beruf vereinbaren lässt, warum nicht. Es hat Spaß gemacht. Ich habe überragende Menschen kennengelernt, überragende Erfahrungen gesammelt, war an überragenden Orten. Ich habe auch wirklich extrem viel über mich selbst gelernt. Also warum nicht noch einmal so etwas, wenn mir so etwas nur gut tut und ich mich damit persönlich weiterentwickle? 

HuffPost: Würden Sie Nadine noch einmal eine Chance geben, wenn es mit Alex nicht funktioniert?

Daniel Lott: (Pause) Boah. Ich weiß nicht, ob man das so pauschal sagen könnte. 

HuffPost: Das ist zumindest kein “Nein”.

Daniel Lott: Stimmt. Sagen wir so: Ich müsste ich mir darüber definitiv noch einmal meine Gedanken machen.

(kiru)