LIFESTYLE
16/04/2018 12:12 CEST | Aktualisiert 16/04/2018 12:24 CEST

Baby-Robbe ruht sich am Strand aus – dann muss Polizei eingreifen

Die Robben-Mutter traute sich nicht, ihr Baby abzuholen.

Iurii Buriak via Getty Images
Eine Baby-Robbe hat am Wochenende am Strand von Usedom eine Verschnaufspause eingelegt (Symbolbild).
  • Eine Baby-Robbe hat am Wochenende auf der Insel Usedom einen Polizei-Einsatz ausgelöst
  • Die Robben-Mutter hatte das Baby am Strand abgelegt und traute sich wegen der vielen Spaziergänger nicht mehr zurück, um es abzuholen

Baby-Robben sind wegen ihrer Knopfaugen und dem kuscheligen Fell eine beliebte Touristenattraktion an den Stränden der Ostsee.

Jedoch kommt es immer wieder zu Zwischenfällen: Am Wochenende hat eine einsame Baby-Robbe auf der Insel Usedom sogar einen Polizei-Einsatz ausgelöst. 

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Die Robben-Mutter traute sich nicht, ihr Baby abzuholen

In Heringsdorf hatte eine Robenmutter auf Höhe des Strandaufganges 2Y ein Robbenbaby abgelegt, wie die Polizei Vorpommern-Greifswald auf Facebook berichtete.

Das Baby musste eine kleine Verschnaufspause einlegen.

Doch da zu diesem Zeitpunkt viele Spaziergänger unterwegs waren, traute sich die Robben-Mutter nicht mehr an den Strand, um das Kleine abzuholen.

Die Polizei musste daraufhin den Strand absperren und die Spaziergänger bitten, Abstand zu halten. Schließlich meldete die Polizei, dass einige Rettungskräfte nach Rücksprache mit dem Ozeanum das Robben-Baby ins Wasser gebracht hätten, wo es zu einer Gruppe erwachsener Robben zurückgekehrt sei. 

► Facebook-User lobten die Polizei unter dem Post für ihren Einsatz. 

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Robben am Strand – Verhaltensregeln für Menschen

Wer am Strand eine einsame Robbe sieht, sollte sich keine großen Sorgen machen, denn es handelt sich meist um normales Verhalten, schreibt die Tierschutzorganisation “International Fund of Wildlife Fare” (“IFAW”).

  • Wer allerdings trotzdem etwas Auffälliges wahrnimmt, kann die nächstgelegene Auffangstation oder die Feuerwehr anrufen. 
  • Auf keinen Fall sollte man sich selbst der Robbe nähern – die Tiere können aggressiv werden und zubeißen. Die Bisse sind wegen ihrer Größe und Infektionsgefahr durchaus gefährlich, warnt der “IFAW”.
  • Selbstverständlich sollte man die Robben auch nicht füttern. Das Essen könnte die Tiere unter Umständen krank machen.

Das Gesetz zum Schutz der Meeressäugetiere von 1972 legt auch fest, dass Menschen stets eine Distanz von 50 Metern zu Meeressäugern wie Robben am Strand einhalten sollten.

Tierfreunde beobachten Robben also am besten mit einem Fernglas, um die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum nicht einzuschränken oder sogar zu bedrohen.

►  Hunde sollten dabei unbedingt an die Leine genommen werden. 

(nmi)