ELTERN
07/11/2018 14:08 CET

Einjährige stirbt im Kindersitz – nun warnt Mutter vor diesem Fehler

Die Eltern wussten nicht, dass ihre Tochter ihren Mittagsschlaf im Kindersitz hielt.

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Smith und ihr Mann klären regelmäßig über das Risiko des lagebedingten Erstickungstods bei Kleinkindern auf.
  • Eine amerikanische Mutter verlor ihre Tochter, weil die Babysitterin das Kind im Autositz schlafen ließ und es dadurch erstickte.
  • Nun möchte sie mit ihrer Geschichte andere Eltern warnen und darauf hinweisen, wie Kindersitze korrekt zu benutzen sind.

Lisa Smith verlor ihre Tochter Mia auf tragische Weise – dabei hätte der Tod des 17 Monate alten Kindes verhindert werden können. 

Smith erinnert sich noch genau an den Anruf, den sie von Mias Babysitterin vor drei Jahren bekam. Das Baby sei nach dem Mittagsschlaf im Autokindersitz nicht mehr aufgewacht. Zwei Tage darauf verstarb Mia im Krankenhaus an den Folgen eines lagebedingten Erstickungstods. 

► Mit dieser traurigen Geschichte möchte Smith nun andere Eltern vor der Gefahr warnen, die die inkorrekte Benutzung eines Kindersitzes mit sich bringen kann.

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Der Schlaf im Autositz führte zu Mias Tod

Mias Babysitterin führte eine lizensierte Tagesbetreuung in Iowa. Doch Mias Eltern wussten nicht, dass ihr Kind hin und wieder ihren Mittagsschlaf in einem Kindersitz hielt.

“Wir gingen davon aus, dass sie in einer Krippe schläft. An dem Tag, an dem sie starb, lag sie nur wenige Schritte entfernt von einer leeren Krippe, in der sie hätte schlafen können”, erzählt Smith gegenüber der Plattform “The Hearty Soul”.

Offenbar legte die Babysitterin die Kleinkinder zum Schlafen öfter in Autositze, da sie der Meinung gewesen sei, es helfe ihnen, besser zu schlafen.

► Doch Kinder in diesen Sitzen schlafen zu lassen kann fatal sein. In Mias Fall führte das sogar zu ihrem Tod.

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Kinder sollten nicht in den Sitzen schlafen

Kindersitze sollten im Auto befestigt werden und dort bleiben. Denn die Rückenlehne wurde so konzipiert, dass Kinder in der steilen Lage nicht einschlafen können sollten. 

► Schlafen Kinder dennoch in einem Sitz ein, ohne, dass dieser im Auto befestig ist, kann die noch nicht ausgeprägte Nackenmuskulatur den Kopf nicht aufrecht halten und nach vorne kippen.

Mias Tod hing ebenfalls mit der Position des Sitzes zusammen. Mia rutschte beim Schlafen nach unten und geriet so in eine Position, in der ihre Atemwege blockiert wurden.

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Die Eltern klären regelmäßig darüber auf

Mia wurde zwar ins Krankenhaus gebracht, doch starb zwei Tage später durch das “Positional Asphyxia Syndrom“ (PAS) – einem lagebedingten Erstickungstod. 

► Dieser tritt ein, wenn eine Person sich in einer Körperhaltung befindet, in der die Atmung behindert wird und der Betroffene somit ersticken kann. Besonders Kleinkinder haben ein erhöhtes Risiko, daran zu sterben.

Smith und ihr Mann klären regelmäßig über das Risiko des lagebedingten Erstickungstods bei Kleinkindern auf.

“Wenn wir sehen, dass Kinder in unsicheren Positionen schlafen, dann sagen wir etwas. Wir möchten unsere Geschichte teilen, damit andere bessere Entscheidungen für die Sicherheit ihrer Kinder treffen können”, sagt Smith zu “The Hearty Soul”.

“Wir hatten keinen Einfluss auf Mias Schlafposition und es richtet uns zugrunde, da wir wissen, dass ihr Tod so einfach hätte verhindert werden können.”

► Bei Säuglingen ist Ersticken die häufigste unfallbedingte Todesursache. Auch Kinder im Alter von ein bis vier Jahren sind gefährdet. 

► Jedes zweite Kind, das im Autositz starb, strangulierte sich an einem Gurt. Die anderen erlitten einen lagebedingten Erstickungstod.

► Allein in den Jahren 2009 bis 2013 starben laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 197 Kinder durch Ersticken.

► Auf keinen Fall sollten Kinder in Autositzen außerhalb des Autos schlafen und im Auto sollten sie niemals abgeschnallt oder nur teilweise angeschnallt sein.

► Die meisten Todesfälle hätten durch eine sachgerechte Nutzung der Sitze und ausreichende Betreuung verhindert werden können, warnen Autoren einer amerikanischen Studie.