POLITIK
25/02/2018 12:24 CET | Aktualisiert 26/02/2018 09:12 CET

"Fire and Fury"-Autor prophezeit "blutigste Zeit der Trump-Präsidentschaft"

"Sie werden sich gegenseitig den Wölfen zum Fraß vorwerfen."

  • Michael Wolff, Autor von “Fire and Fury”, sieht eine turbulente Zeit auf das Weiße Haus zukommen
  • Er glaubt an einen persönlichen Überlebenskampf zwischen Donald Trump und Jared Kushner
  • Im Video oben erfahrt ihr, welche Seite Trump von sich versteckt, um nicht schwach zu wirken 

Es steht die “blutigste Zeit der Präsidentschaft” von Donald Trump an. Das glaubt Michael Wolff, Autor des kontroversen Enthüllungsbuch “Fire and Fury” über die Geschehnisse im Weißen Haus.

► Wolff vermutet: Zwischen Präsident Donald Trump und seinem Schwiegersohn und Top-Berater Jared Kushner bahnt sich ein Krieg an.

Das äußerte Wolff bei einer Veranstaltung des Buchhändlers Waterstones in London am Freitag.

Die Russland-Ermittlung des Sonderermittlers Robert Mueller werde in den kommenden Monaten die größte Krise des Präsidenten auslösen, glaubt Wolff. Im Zentrum der Untersuchung: Jared Kushner.

Juan Naharro Gimenez via Getty Images
Autor Michael Wolff.

Wolff glaubt: “Es besteht die Möglichkeit, dass Kushner irgendwann angeklagt wird.

► Die Frage, die sich dann stellt, ist einfach: Lässt Trump Kushner, den Ehemann seiner ebenfalls als Beraterin aktiven Tochter Ivanka, fallen?

Der Journalist, der über Monate im Weißen Haus recherchierte und mit fast allen wichtigen Trump-Mitarbeitern sprach, glaubt: Ja. Kushner und Trump würden sich “gegenseitig den Wölfen zum Fraß vorwerfen”, wenn es so weit kommen würde.

Ohnehin scheint Wolff wenig von Kushner und der Präsidenten-Tochter zu halten. “Sie sind die mächtigsten Menschen der Welt. Sie haben keinen Funken Erfahrung in dem Job. Nicht einen.

Bis zu den Midterms im November, den Zwischenwahlen in Senat, Repräsentantenhaus und von mehreren Gouverneuren, drohe nun “die blutigste Zeit der Präsidentschaft”.

► Möglicherweise könnte sie gar zum Ende von Trumps Amtszeit führen, glaubt Wolff.

Für Kushner wird es eng

Der Stand von Trumps Schwiegersohn im Weißen Haus verschlechtert sich von Tag zu Tag.

Mehr zum Thema: Trumps Eleven: Das sind die wichtigsten Verdächtigen in der Russland-Affäre

Kushner soll während der Übergangsphase vor Trumps Vereidigung als Präsident versucht haben, von ausländischen Investoren Geld für seine Immobilienprojekte einzuwerben.

Carlos Barria / Reuters
Kushner und Ehefrau Ivanka Trump.

Daher wolle US-Sonderermittler Robert Mueller nun auch seine Beziehungen zu anderen Ländern untersuchen, berichtete CNN am Montag.

► Kushner gerät auch in den Fokus, weil er noch immer nicht die Sicherheitsüberprüfung der Geheimdienste bestanden hat, die ihn offiziell dazu berechtigt, hoch geheime Informationen der Regierung einzusehen.

Das deutet darauf hin, dass die Geheimdienste die Integrität Kushners anzweifeln.

Donald Trump selbst forderte seinen Stabschef John Kelly am Freitag auf, sich des Problems anzunehmen. Mehr als ein dutzend Trump-Mitarbeiter haben noch immer keine Security Clearance.

Der Artikel erschien zuerst in der HuffPost UK und wurde von Lennart Pfahler übersetzt und editiert.

(ujo)