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07/04/2018 16:32 CEST | Aktualisiert 07/04/2018 20:47 CEST

Münster: Auto fährt in Menschenmenge – vier Tote, dutzende Verletzte

Top-News Live.

Das Video oben zeigt die Lage vor Ort und eine erste Stellungnahme der Polizei Münster

► Ein Kleintransporter ist in der Altstadt von Münster in eine Gruppe sitzender Menschen gefahren. Die Tat ereignete sich an der Gaststätte Kiepenkerl.

► Das Bundesinnenministerium bestätigte vier Tote. Auch der Täter soll unter den Toten sein. 

► Der Täter soll sich nach Augenzeugenberichten erschossen haben, sagte eine Polizeisprecherin der “Welt” – offenbar direkt im Tatfahrzeug.

► Wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtet handele es sich beim toten Verdächtigen um einen Deutschen mit psychischen Problemen. Ein terroristischer Hintergrund sei daher unwahrscheinlich. Der Mann soll demnach im Jahre 1969 geboren sein.

► Das ZDF berichtet, der Mann habe kürzlich einen Suizidversuch überlebt.

So geht die Polizei vor:

► Laut den “Westfälischen Nachrichten” gibt es bis zu 50 Verletzte. Das habe ein Sprecher der Feuerwehr bestätigt. Die Polizei sprach von mindestens 6 Schwerstverletzten in Lebensgefahr.

► Ermittler suchen Medienberichten zufolge nach Sprengstoff in der Nähe des Tatorts. Polizisten sind weiter mit Ballistikwesten im Einsatz. Auch die Wohnung des Tatverdächtigen wird derzeit durchsucht.

► Die Polizei hat für den Einsatz Beamte aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammengezogen.

► Polizeikräfte waren sehr schnell an Ort und Stelle, weil sie eine Demonstration von 1500 Kurden begleiten sollten. Diese wurde abgesagt.

► Die Polizei fordert die Bevölkerung auf, das Gebiet um den Kiepenkerl zu meiden und die Innenstadt weiträumig zu verlassen.

Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster.

► Erich Rettinghaus, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft in NRW, sagte der “RP”: “Es bestand stets eine latente hohe Anschlagsgefahr in ganz Deutschland. Nun hat es auch NRW getroffen.”

So reagiert die Bundesregierung:

► Die Bundesregierung hat den Opfern von Münster und ihren Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen. Dort war ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast, die Polizei spricht von etwa 30 Verletzten und mehreren Toten.

“Furchtbare Nachrichten aus Münster”, schrieb die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Samstag auf Twitter. “Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.”

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) dankte auf Twitter den Rettungskräften vor Ort. “Müssen alles tun, um Hintergründe der Tat aufzuklären”, schrieb sie.

Auch Innenminister Horst Seehofer gedachte den Opfern und Freunden.

 Darüber wird gerade nur spekuliert: 

► Die Polizei Münster geht Gerüchten nach, wonach es zwei weitere Täter gäbe, die sich auf der Flucht befinden.

► In dem Kleinlastwagen hat die Polizei einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Deshalb sei der Tatort weiträumig abgesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Um was für einen Gegenstand es sich handele und ob davon eine Gefahr ausgehe, müsse nun geklärt werden.

► Man stehe noch ganz am Anfang der Ermittlungen, sagte eine Sprecherin der Polizei am Samstag. Auf Twitter schrieb die Polizei: “Bitte unterlasst die Spekulationen.” Und: “Das Verbreiten von Gerüchten hilft uns nicht.”

Mehr in Kürze. Mit Material der dpa.