LIFESTYLE
14/03/2018 14:59 CET | Aktualisiert 14/03/2018 15:04 CET

Der 5-jährige Max ist Autist und braucht einen Hund – so helft ihr ihm

Es ist fast unmöglich für ihn, unbeschwert groß zu werden.

Tierisch geborgen eV
Max mit Therapiehund Freddy.
  • Max hat das Asperger-Syndrom: Er reagiert hochsensibel auf Reize und entwickelt sich nicht wie andere Kinder
  • Ein speziell ausgebildeter Hund soll ihm jetzt helfen: Doch der kostet 15.000 Euro

Alltägliches kostet ihn unglaublich viel Kraft, er ist jederzeit auf Hilfe angewiesen und alles Unbekannte überfordert ihn. Der fünfjährige Max ist “gefangen in seinem eigenen Körper”, wie seine Mutter Anett Siebert der “Mitteldeutschen Zeitung” erzählt. 

Er leide an Asperger-Autismus – einer seelischen Beeinträchtigung, bei der ganz normale Alltagserfahrungen zu unüberwindbaren Herausforderungen werden können.

Er kann seien Gefühle nicht einordnen und ausdrücken

Bei dem kleinen Max aus Neundorf in Sachen-Anhalt äußert sich das so: Seine sprachlichen und motorischen Fähigkeiten sind deutlich eingeschränkt, alleine duschen und anziehen kann er sich deshalb nicht, wie Siebert der Tageszeitung berichtet.

Außerdem könne er seine Gefühle nicht richtig ausdrücken. Oft gerate Max dann in für ihn überfordernde Situationen.

Um damit irgendwie fertig zu werden, drehe er sich im Kreis, flattere mit den Armen und gebe Schimpfwörter von sich, so seine Mutter.

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Außerdem sei er sehr still und verschlossen – oft auch der eigenen Familie gegenüber. Vor allem dann, wenn sich in seinem Tagesablauf irgendetwas ändert, könne Max damit nicht gut umgehen. 

Mit fremden Menschen spreche er fast gar nicht. 

All diesen Einschränkungen machen es dem Fünfjährigen wohl unmöglich, unbeschwert groß zu werden.

Havaneser Freddy kann ihm helfen

Doch Hoffnung gibt es für Max. Seit wenigen Monaten soll er eine neue, tiergestützte Therapie besuchen. An seiner Seite: Begleithund Freddy.

Die Zeit, die Max mit seinem Hundefreund verbringt, soll eine unglaubliche Wirkung auf ihn haben. “Nach der Therapie ist Maximilian fröhlicher und aufgeschlossener“, erzählt Mutter Anett Siebert der Tageszeitung. Außerdem falle ihm das Einschlafen leichter. 

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Am besten wäre es für ihren Sohn, wenn Havaneser Freddy rund um die Uhr an seiner Seite sein könnte: Im Alltag könne er ihn ablenken und beruhigen, so eine Vertreterin des Vereins “Tierisch geborgen”, der Max und seine Familie unterstützt.

Außerdem soll Freddy dazu beitragen, dass Max wieder mit anderen Menschen in Kontakt tritt. 

Max, Freddy und seine Familie hoffen auf Spenden

Die Sache hat jedoch noch einen Haken: Der speziell ausgebildete Hund kostet 15.000 Euro. Zu viel für Max’ Eltern, die selbst gesundheitliche Schicksalsschläge erleiden mussten. 

Der Verein “Tierisch geborgen”  unterstützt Max mit 5.000 Euro. Die Pflegekasse zahle 1000 Euro dazu – wenn die restlichen 9.000 Euro bis Ende März aufgebracht werden können, so die Mitteldeutsche Zeitung. 

Jetzt hoffen Max, Freddy und seine Familie auf Spenden.

Wenn ihr Max helfen wollt, seinen Hundefreund an seine Seite zu holen, geht es hier zum Spendenaufruf.  

(tb)