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16/04/2018 21:31 CEST | Aktualisiert 17/04/2018 13:41 CEST

Australische Ärzte warnen: Aggressives Geschwür breitet sich aus

"Es ist ein Mysterium."

  • Australische Ärzte haben in einem Fachartikel vor einer sich ausbreiteten Hautkrankheit gewarnt
  • Die Infektion löst ein aggressives Geschwür aus
  • Im Video oben: Deutschland – Krätze breitet sich in einer Region explosionsartig aus

Australische Ärzte sprechen von einer sich verschlimmernden Epidemie. In dem Land hat sich in den vergangenen Jahren ein aggressives Geschwür massiv verbreitet. 

Es geht um das sogenannte Buruli-Ulkus. Dabei handelt es sich um eine Hautkrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Nach der Infektion zerstören die Bakterien die Haut- und kleinere Blutzellen. Das Geschwür wächst mit der Zeit und Gliedmaßen nachhaltig schädigen.

2017 verzeichneten die Ärzte in Australien 275 neue Infektionen, 51 Prozent mehr als im Jahr zuvor, berichtet der britische Sender BBC.

Ärzte fordern staatliche Hilfe

In einem Artikel für das Medical Journal of Australia fordern australische Ärzte daher nun staatliche Unterstützung für die Erforschung der Krankheit und ihre Bekämpfung. 

Das Buruli-Ulkus stellt die Ärzte vor ein Rätsel. “Niemand versteht, was hier passiert und was die Epidemie weiter antreibt”, sagt Daniel O’Brien, Co-Autor des Artikels, der BBC. “Wir können Hinweise geben, aber keinen definitiven Rat. Es ist ein Mysterium.”

So lässt sich die Krankheit behandeln

Die Krankheit tritt offenbar besonders im Bundesstaat Victoria auf. “Es scheint, dass es nur in sehr speziellen Gebieten Victorias auftaucht”, sagt der Arzt Paul Johnson dem britischen “Guardian”. “Wenn man das Endemiegebiet nicht betritt, kriegt man die Krankheit nicht.”

Johnson geht davon aus, dass Moskitos und Opossums die Bakterien verbreiten. Moskitos könnten sich an den Ausscheidungen der Opossums infizieren und dann wiederum die Krankheit auf Menschen übertragen.

Die Krankheit lässt sich mit Antibiotika behandeln. In seltenen Fälle seien allerdings Operationen oder gar Amputationen nötig, berichtet der “Guardian”.