POLITIK
08/01/2019 13:20 CET | Aktualisiert 08/01/2019 13:46 CET

AfD: Aufregung um Linken-Post nach Anschlag auf Frank Magnitz

“Da fehlen einem die Worte."

HuffPost / Screenshot
  • Ein altes Plakat, das die Linke am Dienstagvormittag auf Twitter geteilt hat, sorgt für Aufregung im Netz.
  • Es wirkt für viele angesichts der brutalen Attacke auf den Bremer AfD-Politiker Magnitz als deplatziert. 

Einen Tag nach der brutalen Attacke auf den Bremer AfD-Chef Frank Magnitz sorgt die Linkspartei mit einem Tweet für Wirbel. 

Am Montagabend wurde Magnitz von mehreren Personen unter anderem mit Tritten vor den Kopf schwer zugerichtet. Die Ermittler gehen von einer politischen motivierten Tat aus.

Die Linke postete ausgerechnet heute auf Twitter ein äußerst missverständliches Plakat.

Der falsche Tweet zur falschen Zeit

In dem Tweet, das mit dem Hashtag “NazisRaus” versehen ist, heißt es: 

“Guten Morgen. Aus aktuellem Anlass posten wir einen unserer Plakat-Klassiker”.

Der Tweet stößt angesichts der brutalen Attacke auf Magnitz für großes Unverständnis.

► So schreibt ein Twitter-Nutzer: “Da fehlen einem die Worte – unendlich geschmacklos”.

► Ein anderer User fügt an: “Liesst sich als wäre man auch noch Stolz auf die Umsetzung mit Tritten und Kantholz. Wer so was ‘Aus aktuellem Anlass’ postet ist genau so ekelhaft wie die entsprechenden Hetzer auf der rechten Seite.”

► Auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Uwe Schulz regt sich über die Aktion auf: “Unmenschliches Verhalten auch auf Seiten der Linken - wie gewohnt.”

Ob sich der Tweet auf die Attacke auf den AfD-Politiker bezieht, verneinte der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, auf HuffPost-Anfrage.

Der Post beziehe sich auf den Twitter-Trend von Montag, an dem der meist geteilte Hashtag “NazisRaus” war.

Dabei handelte es sich um eine Solidaritätsaktion für die ZDF-Journalistin Nicole Diekmann, die am Neujahrtag über ihren privaten Account “Nazis raus” twitterte und seither mit Mord- und Vergewaltigungsdrohungen bedroht wird. 

► Tatsächlich hatte Bartsch zuvor bereits klargestellt, dass es “keine Rechtfertigung” für das Verbrechen gegen Magnitz gebe.

(jkl)