POLITIK
08/08/2018 18:11 CEST | Aktualisiert 08/08/2018 22:50 CEST

Atomwaffen: Geheimes Papier enthüllt, was Putin von Trump wohl verlangte

Top-News To Go.

Xinhua News Agency via Getty Images
Trump und Putin geben sich bei ihrem Gipfel in Helsinki die Hände.

► Ein russisches Dokument, das dem Magazin “Politico” vorliegt, enthält einige Themen zur Rüstungskontrolle, über die Russlands Präsident Wladimir Putin mit US-Präsident Donald Trump bei ihrem Treffen in Helsinki Mitte Juli offenbar reden wollte. 

► Aus dem Memo geht laut “Politico” hervor: Unter anderem wollte Putin vorschlagen, das START-Abkommen zur Reduzierung der Atomwaffen, das US-Präsident Barack Obama ausgehandelt hatte, um fünf Jahre zu verlängern. 

► Außerdem wolle er eine Vereinbarung darüber abschließen, dass keine Waffen im All installiert werden.

Darum ist der Bericht über Trump und Putin wichtig: 

Über den Inhalt des Gesprächs zwischen Putin und Trump ist wenig bekannt. Überschattet wurde der Gipfel ohnehin durch die Weigerung des US-Präsidenten bei der anschließenden Pressekonferenz, die mutmaßlich russische Manipulation des US-Wahlkampfes zu verurteilen.  

Putin sagte vor Journalisten: “Als große Atommächte haben wir eine wichtige Verantwortung für die internationale Sicherheit.”

In mehreren Abkommen haben sich Russland und die USA gegenseitig zur Abrüstung ihres Atomwaffen-Arsenals verpflichtet. In der Vergangenheit hatten sich beide Länder vorgeworfen, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen. Er verbietet Atomraketen mit kurzer und mittlerer Reichweite.

Was das für die Beziehungen zwischen Moskau und Washington bedeutet: 

Das Verhältnis beider Staaten ist nach wie vor äußerst angespannt. Das Dokument deutet an, dass Putin auf eine Normalisierung der Beziehungen drängt – in Sachen Rüstungskontrolle. 

Am Mittwoch wurde auch bekannt: Auf Besuch in Moskau hat US-Senator Rand Paul nach eigenen Angaben einen Brief von Präsident Donald Trump an Kremlchef Wladimir Putin übergeben.

Das Schreiben schlage eine Kooperation gegen Terroristen, einen Dialog der Parlamente beider Länder und eine Wiederaufnahme des kulturellen Austausches vor. 

Mit Material der dpa.