POLITIK
17/07/2018 06:55 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 08:48 CEST

Asylstreit: Söder geht auf Distanz zu Seehofer

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Oben im Video seht ihr die Aussagen Söders zusammengefasst. 

► Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht die Berliner Politik für die schlechten Umfragewerte seiner Partei verantwortlich – und distanziert sich auch von Parteichef und Bundesinnenminister Horst Seehofer

► Die aktuellen Umfragewerte der Partei seien ”überwiegend geprägt von Berliner Entscheidungen”, sagte Söder gegenüber dem “Münchner Merkur”. Er will sich daher auf Bayern fokussieren. 

► Über Seehofers Rücktrittsdrohung im Asylstreit sagte Söder: “Solche Wochenenden baucht es nicht mehr”, sagte er. “Da war vieles menschlich verständlich. Es nützt uns aber nichts, wenn wir das wiederholen. Wir brauchen Stabilität.”

Wo die CSU in Umfragen steht: 

Seit sich die Schwesterparteien CDU und CSU über die Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze gestritten haben, sinken die Umfragewerte. Laut einer aktuellen Befragung kommt die CSU in Bayern nur noch auf 38 Prozent. 

Bemerkswert auch: Laut dem RTL/ntv-Trendbarometer ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) derzeit beliebter in Bayern als Söder und Seehofer. Der Krawall-Kurs der CSU im Asylstreit hat sich nicht ausgezahlt.

Warum Söders Äußerung bemerkenswert ist: 

Söder macht die Politik in Berlin und auch Seehofer für die sinkenden Umfragewerte verantwortlich – dabei deutet vieles darauf hin, dass es der bayerische Ministerpräsident war, der die Konfrontation mit der Schwesterpartei CDU vorantrieb und Seehofer keinen Ausweg mehr ließ.