POLITIK
21/06/2018 17:49 CEST | Aktualisiert 21/06/2018 18:20 CEST

Asylstreit: Seehofer warnt Merkel davor, ihn zu entlassen

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Oben im Video: “So was stures, wie Sie…“ – das sagen die Bürger zum Asylstreit von Merkel und Seehofer.

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Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) warnt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) davor, im Asylstreit von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch zu machen und ihn im Falle eines Alleinganges zu entlassen.

► “Wenn man mit dieser Begründung einen Minister entließe, der sich um die Sicherheit und Ordnung seines Landes sorgt und kümmert, wäre das eine weltweite Uraufführung. Wo sind wir denn?”, erklärte Seehofer im Interview mit der “Passauer Neuen Presse”.

► “Wenn man im Kanzleramt mit der Arbeit des Bundesinnenministers unzufrieden wäre, dann sollte man die Koalition beenden“, sagte der Bundesinnenminister. 

Darum geht es im Asylstreit: 

Seehofer und Merkel streiten über die Zurückweisung von Flüchtlingen, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind. Der CSU-Chef will das durchsetzen, Merkel ist strikt dagegen. 

Nach dem Showdown am Montag hatten sich CDU und CSU auf eine Frist von zwei Wochen geeinigt. Bis dahin will Merkel eine Einigung zur Migrationspolitik mit anderen EU-Staaten erzielen, die Zurückweisungen überflüssig machen sollen. 

Seehofer droht, die Zurückweisungen umzusetzen, sollte Merkel scheitern. Die Kanzlerin wiederum warnte Seehofer, sie würde in diesem Fall von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch machen – und ihn wohl entlassen. 

Was ihr noch über Seehofer wissen müsst: 

Seehofer sucht weiterhin die Konfrontation mit Merkel. Er kritisierte ihre Vereinbarung mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Der hatte Merkel Unterstützung zugesichert, Merkel ihm wiederum bei der Schaffung eines Investitionshaushalts für die Eurozone zugesagt.