WIRTSCHAFT
16/08/2018 10:21 CEST | Aktualisiert 21/08/2018 11:58 CEST

Experten: Diese 6 Typen von Arbeitskollegen solltet ihr meiden

Diese Kollegen können dir den letzen Nerv rauben.

  • Falsche Freunde am Arbeitsplatz können dir das Leben schwer machen.
  • Experten haben der HuffPost erklärt, woran ihr sie erkennt und warum ihr diese Menschen meiden solltet.
  • Im Video oben: Darüber solltet ihr mit Kollegen niemals sprechen.

Eine gute Beziehung zu den Kollegen macht das Arbeitsleben um einiges besser. Es ist schön, wenn jemand ein offenes Ohr für dich hat, wenn dein überkontrollierender Chef dich mit seinem Mikromanagement nervt. Oder wenn du jemanden hast, der dir seine Jacke leiht, wenn die Klimaanlage das Büro mal wieder in eine regelrechte Alpenlandschaft verwandelt.

Es gibt einige potentielle Freunde unter deinen Kollegen – doch von einigen solltest du dich lieber fernhalten. Arbeitsplatz-Experten haben für die HuffPost sechs Typenvon Kollegen klassifiziert, bei denen du es vielleicht bereuen wirst, wenn du dich mit ihnen anfreundest.

1. Die Plaudertasche

Dein Büro wäre ein langweiliger, eher deprimierender Ort, wenn du nicht ein bisschen über diese eine neue Netflix-Serie plaudern könntest oder was dein Kind gestern Abend Komisches gesagt hat.

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Wenn ein Kollege allerdings ein bisschen zu sehr ins Plaudern verfällt, bis zu dem Punkt, an dem er die Zeit von allen anderen vereinnahmt, solltest du von ihm Abstand nehmen, empfiehlt Psychologin und Trainerin für Führungskräfte, Kate Snowise

“Das sind Menschen, die mehr an der Geselligkeit im Büro interessiert sind, als wirklich zu arbeiten”, sagt sie. “Wenn du ihnen zu nahe kommst, werden sie dich schnell ablenken. Die Schattenseite davon ist, dass du dann immer noch einen Haufen Arbeit erledigen musst.

► Das Geplauder kann ein massiver Produktivitäts-Stopper sein.”

2. Der Besserwisser

Ein Besserwisser blüht auf, wenn er anderen das Gefühl gibt, inkompetent und unterlegen zu sein: Sie belehren den Computertechniker ungefragt über das neue Apple iOS-Update und sie unterbrechen in Meetings Kollegen, die in einer niedrigeren Position sind als sie selbst.

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Ihr Selbstbewusstsein hat ihnen wahrscheinlich eine angenehme Position verschafft, aber lass dich nicht von ihrer aufgeblasenen Art beeinflussen, rät Teresa Marzolph, Gründerin von Culture Engineered, einer Humankapital-Beratung in Phoenix, Arizona.

“Wenn du ihnen zu nahe kommst, lässt du dich auf ein Leben als Lakai ein. Sie werden dich niemals als gleichwertig betrachten”, sagt sie der HuffPost. “Besserwisser leben in einer Welt, in der sie intelligent sind und alle anderen nicht. Wenn etwas schief geht, ist es deine Schuld, nicht ihre. Der Besserwisser ist nur gegenüber seinem Ego loyal.

► Deine Freundschaft, Karriere und Würde kommen, mit Glück, an zweiter Stelle.”

3. Der Verräter

“Natürlich möchtest du dich nicht mit jemanden anfreunden, der Ideen von anderen stiehlt, damit er Sympathiepunkte beim Chef bekommt oder seine Machtspielchen treibt”, sagt Lynn Taylor, Arbeitsplatz-Expertin und Autorin von Tame Your Terrible Office Tyrant: How to Manage Childish Boss Behavior & Thrive in Your Job.

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“Jemand, der dir in den Rücken fällt, ist zu Beginn oft sehr charmant und weiß, wie er oder sie dein Vertrauen gewinnen kann – bis derjenige sich die Finger verbrennt”, erklärt Taylor. “Komm ihnen zu nahe und du wirst merken, dass Worte, die du ihnen im Vertrauen erzählt hast, plötzlich herumgehen oder eine deiner Ideen plötzlich eine der ihren ist.”

4. Der Aufschieber

Der Aufschieber wird alles machen, außer auf der Arbeit tatsächlich zu arbeiten: Loui aus der Finanzabteilung feiert eine Ruhestand-Party? Sei da. Deine Kollegin braucht Hilfe bei der Suche nach einem Kleid für die Hochzeit ihrer Cousine? Öffne Pinterest. “Das Problem ist viel zu oft, dass die Faulheit des Bankdrückers in deine eigene Produktivität einschneidet”, sagt Marzolph.

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“Für diesen Menschen ist die Arbeit wie ein langer Tag Hausarbeiten. Dadurch ist er erpicht darauf, Ablenkungen zu finden”, erklärt sie. “Sie werden dir Mails schicken, dich im Flur ansprechen, dir Fragen ohne Grund stellen und vielleicht sogar so weit gehen, ihren Tag so zu planen, dass sie dich außerhalb deiner Pausen mit ihren Trödeleien stören und dich in ihr Leben des Unsinns drängen.”

“Geh ihnen aus dem Weg”, fügt sie hinzu. “Sie werden dir deine Energie rauben, weil sie konstant deinen Fokus und dein Engagement strapazieren werden.”

5. Der Seelen-Fresser

“Der Seelen-Fresser nimmt, nimmt und nimmt”, erklärt S. Chris Edmonds, ein Personalleiter-Experte und Gründer von The Purposeful Culture Group.

Sie brauchen deine Bestätigung, bevor sie etwas vor eine Gruppe präsentieren –aber sie sehen nicht nach dir, wenn du eine große Präsentation hast. Sie schimpfen darüber, dass sie nicht befördert wurden und vergessen dabei vollkommen, dass du ebenfalls schon seit Jahren in der selben Position schuftest.

Sie geben nichts zurück. Sie bieten keine Hilfe oder Unterstützung an. Das ist nicht ihre Aufgabe”, sagt Edmons. “Mit dieser Person zu arbeiten, bringt Erschöpfung und Frustration mit sich. Aber es steigert die Fähigkeit, Verstecke zu finden, um ihnen aus dem Weg zu gehen.”

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6. Der Märtyrer

Wenn es diesen Menschen nicht gäbe, wäre das ganze Büro schon stillgelegt – zumindest denken sie so. Wir alle müssen hin und wieder unserem Unmut Luft machen. Doch ein Kollege, der einen Märtyrer-Komplex hat, verbringt den halben Tag damit, sich darüber zu beschweren, wie faul doch alle anderen im Gegensatz zu ihnen sind.

Sie machen den Hauptanteil der Arbeit und alle anderen arbeiten nur mit minimalem Aufwand – einschließlich dir, auch, wenn sie dir das nicht direkt ins Gesicht sagen.

“Wenn du mit ihm befreundet bist, sei achtsam”, sagt Marzolph. “Wenn du ihnen auf die Füße trittst oder in ihren Augen etwas Falsches machst, dann hast du das mit Absicht gemacht. Sie werden keine Ruhe geben, bis es nicht alle im Büro wissen. Du kannst damit rechnen, dass ein geschickter Märtyrer sich auf der Arbeit nur dann besser fühlen wird, wenn du, der Übeltäter, bestraft wirst.”

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der HuffPost USA und wurde von Martina Zink aus dem Englischen übersetzt und angepasst.

(nc)