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12/10/2018 12:59 CEST | Aktualisiert 12/10/2018 14:02 CEST

Arbeitslose Frau shoppt für 18 Millionen Euro – jetzt droht ihr eine Strafe

Die Frau soll sich Luxus-Produkte über 18 Millionen Euro geleistet haben.

  • Die Frau eines Bankiers hat über zehn Jahre lang in dem Luxus-Einkaufszentrum Harrods in London geshoppt.
  • Sie soll dabei 18 Millionen ausgegeben haben – obwohl sie arbeitslos war und ihr Mann jährlich nur 61.000 Euro verdiente.
  • Oben im Video seht ihr eine ähnliche Geschichte: Frau erbeutet riesige Summe an Geld – und macht dann einen dummen Fehler.

Die 55-jährige Zamira H. hat über zehn Jahre lange Luxus-Artikel geshoppt. Vor allem in dem Einkaufsladen Harrods im britischen London war die Frau eines Bankiers offensichtlich ein gern gesehener Gast. Dort verprasste sie seit 2006 umgerechnet 18 Millionen Euro – hauptsächlich für Schmuck und Wein.

Neben den Produkten im Luxus-Einkaufsladen Harrods soll sich die 55-Jährige unter anderem einen Privatjet, einen eigenen Golfclub und eine Villa geleistet haben.

Jetzt kam sie vor Gericht. Das berichtet unter anderem der Nachrichtensender BBC.

Frau soll 35 Kreditkarten gehabt haben

Die Frau muss nämlich jetzt nachweisen, wie sie zu den großen Geldsummen gekommen ist. Schließlich verdiente ihr Mann nicht annähernd so viel, wie sie ausgab.

Zudem soll sie die vergangenen Jahre arbeitslos gewesen sein.

► Zamira H. habe dafür mindestens 35 Kreditkarten gehabt, alle seien von der Bank ihres Mannes ausgestellt gewesen.

Laut BBC geht das Gericht davon aus, dass das Paar Geldwäsche betrieben habe.

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Die Beamten kamen der Frau mithilfe eines neuen britischen Korruptionsgesetztes auf die Spur der 55-Jährigen.

Das Gesetz wurde im Februar 2018 eingeführt und sollte Behörden erleichtern, das Vermögen von Ausländern zu kontrollieren.

Ihr Mann wurde bereits verurteilt

► Ihr Mann wurde 2016 wegen Betrug und Unterschlagung von mehreren hundert Millionen Euro zu 15 Jahre Haft verurteilt.

Wie mehrere britische Medien berichten, gab der Bankier an, ungefähr 61.000 Euro jährlich zu verdienen. Vor seiner Verurteilung gab er selbst mehrere Millionen Euro für Luxus-Wertgegenstände aus. Der Mann selbst plädierte auf unschuldig. Er habe seine Bank nicht betrogen – doch bisher blieb seine Berufung gegen seine Verurteilung erfolglos.

Nun droht auch der 55-Jährigen eine Strafe, wenn sie ihre Finanzen nicht nachweisen kann.

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(nmi)