LIFESTYLE
09/04/2018 11:03 CEST

Mann säubert Aquarium – und tötet dabei fast seine Familie

Sogar die Hunde wären beinahe gestorben.

zazamaza via Getty Images
Unter den Gegenständen im Aquarium war auch ein mit Korallen überdeckter Felsen. 
  • Der Brite Chris Matthews hat das Aquarium in seiner Wohnung gereinigt
  • Dabei setzte sich die tödliche Substanz Palytoxin frei – und vergiftete die ganze Familie

Es fing mit grippeähnlichen Symptomen an. Dann kamen Atemnot, Husten und Fieber hinzu. Schlussendlich landeten der Brite Chris Matthews, seine Mutter, seine Schwester und ihr Freund in der Notaufnahme. Das berichtet das britische Newsportal “The Independent”. 

Einen Tag zuvor habe der 27-Jährige seine Aquarium gereinigt. Dafür habe er zunächst den Inhalt aus dem Fischtank genommen und die Gegenstände in einen Behälter neben sich gelegt.

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Darunter sei auch ein Felsen gewesen, der mit Korallen bedeckt war. Matthews habe über die Korallen geputzt, um sie zu säubern. Doch das war ein fataler Fehler. 

Das Gift verteilte sich in der Wohnung, als die Familie schlief

Denn bei der Reinigung setzten die Korallen die Substanz Palytoxin frei. Das ist ein Gift, das von einigen Tieren wie auch der Weichkoralle Palythoa toxica aus gefressenem Plankton extrahiert wird. Die Koralle will sich mit dem Gift vor Fressfeinden schützen. Palytoxin ist eine der giftigsten organischen Substanzen. 

Laut “Independent” merkte der Brite von der Freisetzung der tödlichen Substanz nichts und ging schlafen. 

Am nächsten Tag erkrankte zuerst Matthews, dann der Rest seiner Familie. Alle Familienmitglieder litten einen Tag nach der Säuberungsaktion unter Husten, Fieber und Atemnot. Laut dem 27-Jährigen haben sich die Symptome wie eine Lungenentzündung angefühlt, berichtet das britische Newsportal. 

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Auch die beiden Hunde hatte ähnliche Symptome 

“Als wir bemerkten, dass unsere beiden Hunde ähnliche Symptome hatten, wussten wir, dass etwas nicht stimmte”, erzählte Matthews. 

Der 27-Jährige vermutete, dass es sich um eine Vergiftung handle und rief den Krankenwagen. 

Nachdem Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei eintrafen, wurde laut “Independent” sogar die Straße gesperrt. 

Glücklicherweise konnte die Familie gerettet werden. Eine weitere Nacht in der Wohnung hätten sie vermutlich nicht überlebt. 

(ks)